Wie kann ich Fingerabdrücke nehmen? Welches Stempelkissen wählen Sie dafür?

Die Abnahme von Fingerabdrücken einer Person ist ganz einfach. Lesen Sie hier, wie Sie die Fingerabdrücke eines Menschen sichern.
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Lernen Sie in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie Sie Fingerabdrücke nehmen. Und wenn Sie Hilfe brauchen, haben wir Experten im Team, die bei Ihnen selber oder von Gegenständen Fingerabdrücke abnehmen und sichern können.

Brauchen Sie für eine Behörde im Ausland Ihre Fingerabdrücke auf einem bestätigten Formular? Oder liegen nach einer Tat Fingerabdrücke vom Täter vor, so gilt es, diese mit vorhandenen Abdruckspuren zu vergleichen. Oft müssen wir von tatverdächtigen Personen oder von auszuschließenden Personen, deren Abdruckspuren auf dem Gegenstand waren, Fingerabdruckspuren sichern.

Dann ist es notwendig, die Fingerabdrücke untersuchen zu lassen, ob diese von ein und derselben Person stammen. Wie aber nehmen Sie Fingerabdrücke richtig ab, so dass ein Experte sie später auswerten kann?

Wahl des richtigen Färbekissens für die Fingerabdruckspuren

Um die Fingerabdrücke möglichst gut auf den Spurenträger zu bekommen, sind spezielle Färbekissen notwendig. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man dazu einfach ein normales Stempelkissen nutzen könne um einen Fingerabdruck gut nehmen zu können.

Fingerabdrücke nehmen - Ein spezielles Färbekissen ist für Fingerabdrücke notwendig

Ein solches normales Stempelkissen ist schlichtweg ungeeignet für diese Aufgabe. Der Grund liegt darin, weil die Stempelfarbe aus einem herkömmlichen Stempelkissen für Fingerabdrücke von der Konsistenz her nicht geeignet ist.

Die Farbe verläuft beim Aufdruck auf das Papier, was zur Folge hat, dass die Fingerabdrücke nicht mehr eindeutig auswertbar sind. Der Grund ist einfach – der Fingerabdruck ist in sich möglicherweise nicht mehr klar erkennbar. Das aber ist unbedingt notwendig, weil es gerade bei Fingerabdrücken auf jede winzige Einzelheit ankommt. Sonst sind der Fingerabdruck nicht mehr ordnungsgemäß auswertbar.

Wenn Sie Abdrücke von den Fingern zum Vergleich nehmen müssen, liefern wir Ihnen im Vorfeld zu diesem Zweck ein spezielles Fingerabdruck-Färbekissen. Damit ist für Sie gewährleistet, dass die Fingerabdrücke bei fachgemäßer Anwendung verwertbar sind, wenn Sie diese auf geeignetem Hochglanzpapier nehmen und sichern.

Wie Sie vorgehen, wenn Sie Fingerabdrücke nehmen müssen, haben wir hier für Sie schrittweise leicht erklärt, wenn Sie das Porelon Kissen nutzen. Wenn Sie nicht klar kommen, erledigen unsere Daktyloskopen das gerne für Sie als Dienstleistung.

Nehmen von Fingerabdrücken in nur 7 Schritten

1. Vorbereitung für die Abnahme eines Fingerabdrucks

Der Proband muss sich von einem Helfer am Finger führen lassen. Dabei darf er keine Muskelspannung im Finger aufbauen. Hierzu ergreift der Helfer den jeweils zu bearbeitenden Finger an den Seiten. Der Helfer trägt während des gesamten Vorgangs Einweghandschuhe. So ist gewährleistet, dass es zu keiner Verunreinigung der Spuren kommt.

2. Reihenfolge der Fingerabdrücke beim Abnehmen

Beginnen Sie mit dem Daumen, danach den Zeigefinger, dann den Mittelfinger, dann den Ringfinger und zuletzt den kleinen Finger. So haben Sie am Ende alle 10 Fingerabdrücke in der richtigen Reihenfolge

3. Reinigung der Finger ist wichtig

Bitte reinigen Sie zunächst die Finger/Hände normal mit Seife und trocknen Sie diese sorgfältig. Dann öffnen Sie das Porelon Kissen und legen den zu bearbeitenden Finger mit einer Seite auf das Kissen.

Üben Sie dabei keinen Druck aus, da nur die oberste Hautfläche einzufärben ist, nicht die gesamte Haut. Legen Sie den Finger soweit auf das Kissen, dass die Falte zwischen Fingerendglied und dem zweiten Fingerglied mit eingefärbt wird.

4. Das Abrollen der Finger zum Einfärben

Rollen Sie nun den Finger von einer zur anderen Seite auf dem Kissen ab. Achten Sie dabei darauf, dass der Finger stets das Kissen berührt. Nunmehr sollte die oberste Hautschicht sauber und ganzflächig eingefärbt sein.

Den Vorgang wiederholen Sie, falls die Einfärbung nicht vollständig und gelungen ist. Dazu müssen Sie die Finger nicht wieder reinigen. In der Regel genügt ein einmaliges Abrollen zur vollständigen Einfärbung.

Unser Tipp: Übern Sie diese Bewegung zuvor im “Trockentraining”. Dann haben die Bilder der Fingerabdrücke eine bessere Qualität.

5. Einfärbung der Fingerspitze

Nach dem Einfärbevorgang ist die Fingerspitze durch Auftupfen einzufärben.

6. Abrollen der Finger auf der Vorlage

Nun rollen Sie den Finger mit der gleichen Bewegung auf das Papier an dessen unterem Rand mit der gesamten eingefärbten Fläche (mit Ausnahme der Fingerspitze) von einer zur anderen Seite sanft ab.

Bitte achten Sie unbedingt darauf, wieder nur sehr kleinen Druck auszuüben. Sonst könnte es passieren, dass die Papillarleisten-Zeichnung zerquetscht wird. Diese muss fein gezeichnet erscheinen. Es sollte ein annähernd rechteckiges Bild vom Fingerabdruck entstehen.

Ist das geschehen, setzen Sie zur Vervollständigung des Abdruckbildes über dieses noch einen Abdruck des steil angestellten Fingerendgliedes durch einfaches Auftupfen der Fingerspitze. Somit bildet sich die Fläche ab, die der Mensch meist beim Zufassen der Hand oder beim Greifen eines Objektes belastet.

7. Empfohlenes Material

Bitte benutzen Sie als Unterlage für den Abdruck nach Möglichkeit Fotoglanzpapier (beschichtete Seite). Nehmen Sie nach Möglichkeit kein normales Papier, weil einfaches Papier saugend ist, und die Qualität der Fingerabdrücke beeinträchtigen kann.

Sind alle Finger abgerollt und der Abdruckbogen erstellt, lassen Sie die Fingerabdrücke auf dem Abdruckbogen bitte noch einige Minuten trocknen.

Verpacken Sie den Abdruckbogen ohne ihn zu falten. Sonst könnten wichtige Details der Fingerabdrücke nicht mehr klar erkennbar sein. Decken Sie diesen Bogen mit normalem Schreibpapier ab und tüten ihn ein. Ein gleichgroßes Stück Karton stabilisiert die Sendung.

8. Endreinigung der Finger

Zum Schluss ist die Farbe wieder von den Fingern abzuwaschen. Dafür eignen sich handelsübliche

  • Lösungsmittel
  • Glasspray
  • oder Waschbenzin

sehr gut. Wir setzen eine gute Verträglichkeit dieser Mittel stets voraus, wenn .Sie diese Mittel nehmen. Reinigungspaste aus dem Werkstattbedarf ist gleichfalls optimal.

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