Wie finde ich heraus, ob jemand bei der Stasi war?

Auch viele Jahre nach dem Ende der DDR beschäftigt das Thema Stasi-Zugehörigkeit die Menschen. Aber welche Möglichkeiten haben Sie zu erfahren, ob jemand bei der Stasi war oder nicht?

Wie finde ich heraus, ob jemand bei der Stasi war?Mit Stasi bezeichnen die Menschen umgangssprachlich das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), auch Staatssicherheitsdienst. Beim Ende dieser Überwachungseinheit im Jahr 1989 gehörten etwa 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter dem Staatssicherheitsdienst an. Hinzu kamen noch etwa 190.000 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) in der DDR und auch in aller Welt.

Theoretisch lässt sich sowohl feststellen, wer zur DDR Zeit offizieller Angehöriger des MfS war. Eine vollständige Liste gerade der Inoffiziellen Mitarbeiter gibt es aber nicht mehr. Zu viele Dokumente konnten die Angehörigen der Stasi in letzter Sekunde vor dem Untergang der DDR vernichten.

Dennoch haben Sie einige Möglichkeiten der Ermittlung nach ehemaligen Angehörigen.

Wege um festzustellen, ob jemand bei der Stasi war

  1. Anfrage bei der BStU – Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
  2. Recherche an der Wohnadresse, an der der Mensch damals lebte
  3. Ermittlung durch Detektive

Schauen wir uns die verschiedenen Optionen einmal näher an und erklären, was Sie machen können. Vergessen Sie aber nicht, dass es nie eine endgültige Sicherheit bei diesem Thema zu jedem geben kann. Dennoch wollen wir in diesem Beitrag versuchen, Ihnen die vorhandenen Möglichkeiten aufzuzeigen.

1. Die Anfrage bei der BStU

Was ist denn überhaupt die BStU? Diese Abkürzung steht für: Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.

In dieser staatlichen Einrichtung hat man alte Stasi-Akten aufbewahrt. Früher kannte man diese Behörde unter dem Kurznamen Gauck-Behörde. Joachim Gauck war nämlich der erste Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen. Später nannte man die Behörde dann Birthler-Behörde nach der neuen Chefin Marianne Birthler. Seit 2011 ist Roland Jahn der Leiter des Amtes.

Heute reden wir nur noch von der BStU. Diese leistet einen wichtigen Beitrag bei der Aufarbeitung des Unrechts der damaligen Zeit.

Jeder hat die Möglichkeit, dort einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dabei gibt es verschiedene Hintergründe der Einsicht. So gibt es:

  • Anträge von Bürgern auf Auskunft, Einsicht und Herausgabe
  • Anträge auf Decknamenentschlüsselung und Anträge zur Herausgabe von Kopien
  • Ersuchen zur Überprüfung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes
  • Anträge zu Fragen der Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Strafverfolgung
  • Ersuchen zu Rentenangelegenheiten
  • Anträge von Forschung und Medien
  • sonstige Überprüfungen und Ersuchen

Die häufigste Art der Einsichtnahme ist die Akteneinsicht betroffener Bürger.

Anträge von Bürgern auf Einsichtnahme

Jede Betroffene, der annimmt, über ihn gäbe es eine Stasi-Akte, kann einen Antrag auf Einsicht stellen. Überwiegend sind das natürlich frühere DDR-Bürger. Aber auch Leute aus dem Westen können dort eine Akte gehabt haben. Das Formular zum Einsehen finden Sie im Netz auf dieser Seite. Das geht ganz einfach mit einem Formular. Gibt es eine Akte, so können Sie diese vor Ort in Berlin anschauen und durchlesen.

Der Haken: Stasi-Offiziere sind mit ihrem Namen geführt, die Inoffiziellen Mitarbeiter sind dort aber oft unter einem Decknamen genannt. Solange man also keinen Verdacht hat, wer der Verräter gewesen sein könnte, kommt mit dem Decknamen alleine nicht weiter.

Aus diesem Grund bringt ein Studium der Akte nicht immer Klarheit darüber, ob jemand inoffiziell Stasi-Mitarbeiter war. Zwar weiß man nach der Lektüre, dass man bespitzelt wurde, doch es ist nicht immer klar von wem. War es ein Nachbar, ein Kollege, ein Freund oder gar ein Verwandter?

Selbst Väter und Mütter können Täter gewesen sein. Manch ein Stasi-Opfer kann ein Lied davon singen. Hat ein Kind den eigenen Vater verraten oder umgekehrt ist das besonders verwerflich gewesen, aber es ist tatsächlich vorgekommen. Auch manch vermeintlich liebe Freunde haben sich schon als Spitzel entpuppt.

Entschlüsselung von Decknamen

In bestimmten Fällen ist es möglich, denjenigen hinter dem Decknamen herauszufinden. Dazu bedarf es aber der Hilfe der Bundesbehörde in Berlin. Durch Abgleich verschiedener Unterlagen lässt es sich mitunter feststellen, wer sich hinter den Decknamen verbirgt. Ohne amtliche Hilfe ist es nur schwer machbar, ehemalige Stasi-Mitarbeiter, die im Freundes-und Bekanntenkreis die Mitmenschen ausgeforscht haben, zu enttarnen.

In vielen Fällen ergibt sich die Identität aus der Akte. Wenn dort Infos aufgelistet sind, die nur jemand ganz Bestimmtes wusste, braucht man nur noch eins und eins zusammen zu zählen.

2. Recherche an der ehemaligen Wohnadresse des Verdächtigen

Kennen Sie den Wohnort, an dem der Verdächtige gelebt hat, können Sie dort mit Anwohnern reden. Mit etwas Glück leben noch heute dort Leute, die schon seinerzeit da gewohnt haben. Unter Umständen ist diesen – vielleicht aus eigener Erfahrung heraus – bekannt, ob der entsprechende Mensch für die Staatssicherheit gearbeitet hat. Sicher ist diese Auskunft jedoch nicht.

3. Einholung von Auskünften über Detektive

Manchmal kann eine Detektei dabei helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Zumindest ob jemand damals offizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit oder MfS Offizier war, lässt sich durch ein Detektivbüro in der Regel herausfinden. Dazu benötigt man den vollen Namen und möglichst das Geburtsdatum. Diese offiziellen Mitarbeiter waren alle registriert. Noch heute kursieren Listen von damals.

Sie dürfen nicht vergessen, dass die Stasi auch den Geheimdienst der ehemaligen DDR beinhaltete. Folglich ist ganz sicher nicht jeder, der bei der Stasi als Offizier war, auch gleich ein schlechter Mensch gewesen, der andere aus seinem Umfeld verraten hat. Manche Stasi-Offiziere der DDR hatten ähnliche Funktionen wie andere Personen in westlichen Nachrichtendiensten auch, wie die Geschichte bewiesen hat.

Wenn Sie also erfahren möchten, ob jemand hauptamtlich beim MfS als Mitarbeiter registriert war, kann ein Detektiv Ihnen weiterhelfen. Dieses Wissen ist mitunter gerade bei Einstellungen in einem Betrieb nicht ganz unwichtig. Stand er als registrierter Aktiver auf der Liste des MfS, so lässt er sich auch identifizieren. Ob aber jemand im Geheimen für den Staatssicherheitsdienst der DDR tätig war, lässt sich meist nicht feststellen.

Lassen Sie sich im Bedarfsfall jetzt gratis beraten:

02369 – 20 30 490.

Hilft die BStU bei der Identifizierung?

Leider können Sie dort keinen aktiven Beitrag erwarten. Zwar hortet man dort viele Stasi-Akten, aber auf deren Webseite findet sich der Hinweis:

Kann ich Auskunft darüber erhalten, ob mein Nachbar, Kollege oder Bekannter für die Stasi tätig war?

Nein.

Die Überprüfung von Personen auf eine frühere hauptamtliche oder inoffizielle Tätigkeit für den Staatssicherheitsdienst ist nur auf der Grundlage eines schriftlichen Ersuchens öffentlicher und nicht öffentlicher Stellen für einen bestimmten Personenkreis möglich.

Der Gesetzgeber hat Ihnen als Privatperson keine Möglichkeit eingeräumt, Auskunft darüber zu erhalten, ob der Staatssicherheitsdienst Unterlagen zu anderen Personen angelegt hat oder ob diese für den Staatssicherheitsdienst tätig waren.

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