Detektiv bei Erbschaftsbetrug beim Romance Scamming: Wie Betrüger mit angeblichen Millionen-Erbschaften ihre Opfer täuschen

Autor: Jochen Meismann – über 40 Jahre Praxiserfahrung, mehr als 3.000 Love-Scamming-Überprüfungen, Mitglied W.A.D.

Immer häufiger kombinieren Love Scammer Liebesbetrug mit erfundenen Erbschaften im Ausland. Erfahren Sie, wie die Masche funktioniert, welche Warnsignale es gibt und wie eine Detektei bei der Aufklärung hilft.

Eine angebliche Millionen-Erbschaft aus Kanada, England oder einem anderen Ausland gehört heute zu den gängigsten Geschichten internationaler Romance Scammer. Die Täter nutzen erfundene Nachlassverfahren, um ihre Opfer zu immer neuen Zahlungen für Gerichte, Banken oder Behörden zu bewegen. Eine frühzeitige Überprüfung der Identität, der Dokumente und der Zahlungswege kann helfen, den Betrug aufzudecken und weitere finanzielle Schäden zu verhindern.

Die Nachricht von einer unerwarteten Erbschaft klingt verlockend, besonders wenn sie von der vermeintlichen großen Liebe kommt. Genau hier setzen internationale Betrüger an: Sie verbinden emotionale Abhängigkeit mit der Aussicht auf ein Vermögen, um ihre Opfer systematisch zur Kasse zu bitten.

Was als Romanze beginnt, endet mit hohen finanziellen Verlusten und einem Scherbenhaufen an Emotionen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie diese perfide Masche funktioniert, welche psychologischen Tricks die Täter anwenden und wie eine spezialisierte Detektei helfen kann, den Betrug aufzudecken und Beweise zu sichern. Aus unserer täglichen Ermittlungspraxis wissen wir: Wer frühzeitig handelt, hat die besten Chancen, weitere Schäden zu verhindern.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Erbschaftsbetrug so häufig Bestandteil eines Romance Scams ist
  2. Typischer Ablauf eines Erbschaftsbetrugs
  3. Warum die Täter fast immer mehrere Zahlungsstufen einbauen
  4. Originaldokumente, Urkunden und angebliche Gerichtsbeschlüsse
  5. Warum viele Opfer trotz offensichtlicher Widersprüche weiterzahlen
  6. Welche Ermittlungen eine Detektei durchführen kann
  7. Welche Beweise später besonders wichtig sind
  8. Aus unserer Praxis: Fünf Warnsignale, bei denen wir sofort an einen Erbschaftsbetrug denken
  9. Praxisbeispiel der A Plus Detektei
  10. Medien berichten regelmäßig über die Arbeit der A Plus Detektei
  11. Welche Fehler Betroffene immer wieder machen
  12. Können gezahlte Gelder zurückgeholt werden?
  13. Warum schnelles Handeln entscheidend ist
  14. Internationale Zusammenarbeit der A Plus Detektei
  15. Warum gerade Kanada und andere englischsprachige Länder so häufig genannt werden
  16. Was wir NICHT können – Ehrlichkeit als Vertrauensbeweis
  17. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Warum Erbschaftsbetrug so häufig Bestandteil eines Romance Scams ist

Love Scammer sind Meister der psychologischen Manipulation. Sie wissen genau, dass die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft das stärkste Bindemittel ist. Die Kombination aus Liebe und Reichtum ist für viele Opfer schlichtweg unwiderstehlich.

Psychologischer Hintergrund:

Die Täter nutzen nicht Angst, sondern Hoffnung als Treibstoff. Das Opfer entwickelt die Vorstellung: „Wir sind bald reich“ oder „Ich muss nur noch diese letzte Gebühr bezahlen, dann steht unserem Glück nichts mehr im Wege.“ Diese Hoffnung ist so stark, dass sie alle Warnsignale überdeckt.

Warum die Täter überhaupt eine Erbschaft erfinden:

Eine erfundene Erbschaft ist das perfekte Werkzeug, weil sie gleich mehrere Probleme für die Betrüger löst:

  • Sie erklärt plötzlich, warum Millionen vorhanden sind – der Partner ist ja reich, nur vorübergehend blockiert.
  • Sie macht Gebühren und Zahlungen plausibel, denn Notare, Gerichte und Banken wollen schließlich bezahlt werden.
  • Sie schafft Zeitdruck, da die Erbschaft schnell abgewickelt werden muss, damit sie nicht verfällt.
  • Sie gibt dem Partner ein Motiv, das Opfer immer wieder um Geld zu bitten, ohne selber verdächtig zu wirken.

Eine große Geldsumme wirkt in diesem Kontext nicht verdächtig, sie wirkt vielmehr plausibel. Schließlich will man der geliebten Person helfen, die angeblich in einer verzwickten Situation steckt.

Typischer Ablauf eines Erbschaftsbetrugs

Die Betrüger gehen systematisch und geduldig vor. Der gesamte Prozess kann sich über Monate hinziehen.

1. Kennenlernen

Die Kontaktaufnahme erfolgt über verschiedene Kanäle:

  • Soziale Netzwerke (Facebook, Instagram, LinkedIn)
  • Dating-Apps
  • Messenger-Dienste (WhatsApp, Telegram, Signal)

Die Täter nutzen dabei in vielen Fällen gestohlene Fotos von echten Personen oder künstlich erzeugte Bilder. Sie geben vor, beruflich erfolgreich zu sein, beispielsweise als Ingenieur, Pilot, Arzt oder Soldat im Auslandseinsatz.

2. Vertrauensaufbau

Über mehrere Wochen wird intensiv kommuniziert:

  • Tägliche Chats und Nachrichten
  • Videotelefonate (teilweise mit Deepfake-Technologie)
  • Austausch von Fotos und Sprachnachrichten
  • Liebesbekundungen und das Schmieden gemeinsamer Zukunftspläne
  • Erwähnung von Heiratsabsichten

Die Scammer fragen detailliert nach der persönlichen Situation der Opfer wie Hobbys, Familie, frühere Partner und geben vor, ebenfalls in einer schwierigen Lebenslage zu sein.

3. Die erste Krise

Plötzlich tritt eine vermeintliche Notlage ein. Typische Geschichten sind:

  • Ein schwerer Unfall
  • Ein Krankenhausaufenthalt
  • Probleme auf einer Ölplattform, einem Schiff oder bei einem Militäreinsatz
  • Ein angeblicher Einsatz bei den Vereinten Nationen

Das Opfer wird um finanzielle Unterstützung für diese Notlage gebeten. Wer jetzt zahlt, hat die erste Hürde genommen und die Tür für weitere Forderungen steht offen.

4. Die große Erbschaft

Nach der Krise kommt die Erlösung: Der Partner teilt mit, dass er eine große Erbschaft zu erwarten hat, häufig in Kanada, den USA, England, Dubai, Nigeria, Frankreich oder der Schweiz. Die Geschichte wird detailliert erzählt: Die Großmutter oder der Vater sei vor einiger Zeit verstorben, wobei die Abwicklung der Erbschaft sich lange hingezogen habe. Nun stehe endlich eine Millionensumme an.

Hier beginnt der eigentliche Betrug mit einer Vielzahl von vorgeschobenen Gebühren.

Infografik zum Erbschaftsbetrug beim Romance Scamming: Ablauf vom Online-Kontakt über die angebliche Millionen-Erbschaft und gefälschte Dokumente bis zu immer neuen Gebühren und dem finanziellen Verlust des Opfers

Warum die Täter fast immer mehrere Zahlungsstufen einbauen

Die Betrüger fordern nicht einfach eine große Summe auf einmal. Stattdessen wird eine Kette von angeblich notwendigen Gebühren aufgebaut. Dies hat mehrere Vorteile für die Täter:

  • Jede einzelne Zahlung erscheint überschaubar
  • Es liegt eine psychologische Verlust-Leugnung vor: Die Geschädigten verharren in der Hoffnung, durch weitere Zahlungen ihre bisherigen Einzahlungen zu retten.
  • Neue Entwicklungen halten das Wunschdenken aufrecht

Aus unserer Ermittlungspraxis:

In einem aktuellen Fall zahlte ein Opfer zunächst 5.000 € für die Eröffnung eines Nachlassverfahrens, dann 15.000 € für Gerichtskosten, 28.000 € für angebliche Steuern, 62.000 € für eine Anti-Geldwäsche-Prüfung und schließlich 138.000 € für angebliche Freigabegebühren; insgesamt über 240.000 €. Die Begründungen werden laufend angepasst.

Originaldokumente, Urkunden und angebliche Gerichtsbeschlüsse

Um die Geschichte zu untermauern, erhalten die Opfer gefälschte Dokumente:

  • Testamente und Nachlassakten
  • Gerichtsbeschlüsse
  • Bankunterlagen
  • Ausweise und Pässe
  • Notarschreiben
  • Zollunterlagen
  • Überweisungsbestätigungen

Warum diese Dokumente erstaunlich echt aussehen:

Die Täter investieren erhebliche Zeit und Mühe in professionell wirkende Fälschungen. Originale Logos, Stempel und Unterschriften von Anwaltskanzleien und Gerichten werden kopiert. Seriöse Dokumente werden als Vorlage genutzt und die persönlichen Daten des Opfers eingefügt.

Aus unserer Ermittlungsarbeit:

In einem Fall erhielten wir ein angebliches Schreiben eines kanadischen Gerichts. Auf den ersten Blick sah es perfekt aus: korrekte Anschrift, offizielle Logos, passende Unterschriften. Erst bei genauer Prüfung fielen die Ungereimtheiten auf: Die verwendete Font war nicht die der Behörde, die Aktenzeichen-Struktur war falsch und die angegebene Telefonnummer führte ins Leere.

In schöner Regelmäßigkeit  stammen die angeblichen Nachlassverwalter aus London, Montreal, Quebeck, Toronto oder Dubai. Mehrfach wurden uns Dokumente angeblicher Notare vorgelegt, deren Kanzleien bereits vor Jahren geschlossen wurden und die längst im Ruhestand waren.

Darum zahlen viele Opfer trotz offensichtlicher Widersprüche weiter

Die Psychologie hinter dem Phänomen ist komplex:

  • Investitionsfalle: Je mehr Geld bereits geflossen ist, desto schwerer fällt es, das Ganze als Verlust abzuschreiben. Man will die Investition „retten“.
  • Emotionale Bindung: Die Liebesbeziehung zur vermeintlichen Partnerperson ist real für das Opfer. Man vertraut ihr und glaubt an die gemeinsame Zukunft.
  • Manipulation: Die Täter üben ständigen Druck aus, beschwören die Dringlichkeit und drohen mit dem Verlust der Erbschaft.
  • Scham: Betroffene schweigen aus Angst, als naiv oder leichtgläubig dargestellt zu werden. Dies verhindert, dass sie sich frühzeitig Rat holen.

Welche Ermittlungen eine Detektei durchführen kann

Eine professionelle Detektei kann weit mehr tun als ein privater Internet-Nutzer. Die Ermittlungsansätze sind vielfältig:

Wie unsere Arbeit beginnt

Der Mandant schickt uns sämtliches Material:

  • Chats und Nachrichten
  • Screenshots von Profilen
  • Ausweise und Reisepässe der vermeintlichen Person
  • Überweisungsbelege
  • PDFs mit angeblichen Gerichtsurteilen und Testamenten
  • Videos und Sprachnachrichten

Dann prüfen wir Schritt für Schritt:

Dabei geht es weniger darum, einen einzelnen Verdacht zu bestätigen. Vielmehr versuchen wir, sämtliche Angaben unabhängig voneinander zu verifizieren oder zu widerlegen. Am Ende ergibt erst die Kombination vieler kleiner Auffälligkeiten das Gesamtbild eines organisierten Betrugs.

1. Identität überprüfen

  • Existiert die angebliche Person tatsächlich?
  • Fotos werden analysiert auf Erkennung von KI-Bildern oder gestohlenen Fotos aus anderen Quellen.
  • Wem gehören die Fotos tatsächlich?

2. Dokumente überprüfen

  • Untersuchung von Urkunden, Gerichtsschreiben und Notarunterlagen auf Echtheit.
  • Prüfung von Stempeln, Unterschriften und Layouts.
  • Analyse von Metadaten, PDF-Erstellungsdatum, verwendeten Fonts.
  • Überprüfung von Behördenbezeichnungen, Schreibstil, Übersetzungsfehlern.
  • Prüfung von Telefonnummern und Zertifikaten

3. Internationale Firmen recherchieren

  • Existieren die genannten Kanzleien, Banken oder Behörden tatsächlich?
  • Handelt es sich um Briefkastenfirmen oder Fake-Webseiten?
  • Analyse von Domains, Telefonnummern und Impressen.
  • Wann wurde die Domain registriert?

4. Bankverbindungen prüfen

  • IBAN-Checks und Recherche zu den Empfängern.
  • Verfolgung von Kryptowährungs-Transaktionen (Blockchain-Analyse).

5. Internationale Ansprechpartner nutzen

  • Netzwerk zu Behörden, Anwälten und Partnern  im Ausland.

6. Chronologie erstellen

Die gesamte Historie wird lückenlos dokumentiert für Polizei, Anwalt, Versicherung oder Gericht.

Gefälschtes Erbschaftsdokument

Welche Beweise später besonders wichtig sind

Für eine spätere Strafanzeige oder zivilrechtliche Schritte ist die Beweissicherung essenziell. Folgendes sollte gespeichert werden:

  • WhatsApp- und Telegram-Chats (als Screenshot und Export)
  • E-Mails (mit vollständigen Kopfdaten)
  • Zahlungsbelege (Überweisungen, Western Union, MoneyGram, Kryptobörsen)
  • Sprachnachrichten und Videos
  • Screenshots der Social-Media-Profile
  • Fotos, die die Person gesendet hat

Achtung: Die Betrüger werden nach einem Kontaktabbruch versuchen, die Spur zu verwischen. Sie löschen Profile, ändern Telefonnummern oder geben sich als angebliche Unterstützer aus. Daher gilt: Beweise sofort und umfassend sichern.

Aus unserer Praxis: Fünf Warnsignale, bei denen wir sofort an einen Erbschaftsbetrug denken sollten

WarnsignalWarum es verdächtig ist
Die angebliche Erbschaft stammt aus Kanada, England oder einem anderen weit entfernten LandJe weiter das Land entfernt ist, desto schwieriger ist die Überprüfung für das Opfer. Kanada und England werden immer wieder genannt, weil sie als wohlhabend und rechtsstaatlich gelten.
Vor der Auszahlung werden immer neue Gebühren für Gerichte, Banken oder Behörden verlangtBei echten Erbschaften werden Kosten üblicherweise vom Nachlass abgezogen. Eine Kette von ständig neuen Vorauszahlungen ist ein klassisches Merkmal von Betrug.
Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über Messenger oder E-MailKein persönliches Treffen, keine ladungsfähige Adresse, keine offizielle Telefonnummer. Die Täter bleiben bewusst im Digitalen, um ihre Identität zu verschleiern.
Es werden professionell wirkende Dokumente mit Logos, Stempeln und Unterschriften übersandtDie Täter investieren erhebliche Zeit und Mühe in hochwertige Fälschungen. Gerade weil die Dokumente so echt wirken, zögern Opfer, an der Geschichte zu zweifeln.
Zeitdruck wird aufgebaut („Heute zahlen, sonst verfällt der Anspruch“)Zeitdruck ist eines der stärksten Manipulationswerkzeuge. Er verhindert, dass Opfer in Ruhe prüfen oder sich Rat holen.

Praxisbeispiel der A Plus Detektei

Ein typischer Fall aus unserer täglichen Ermittlungspraxis (anonymisiert):

Ein Mandant, dessen Namen wir aus Datenschutzgründen geändert haben, lernte über eine Dating-Plattform eine Frau aus Frankreich kennen. Es entwickelte sich eine intensive Online-Beziehung über mehrere Monate.

Phase 1 – Die erste Krise: Die Frau teilte mit, dass Sie nach Marokko reisen muss, wo sie beruflich bedingt unschuldig in ein angebliches Strafverfahren verwickelt wurde. Für eine Geldstrafe als Ersatz für eine sonst anstehende Freiheitsstrafe benötige sie dringend Unterstützung. Der Mandant überwies den geforderten Betrag.

Phase 2 – Die Erbschaft: Wenige Wochen später erhielt der Mandant die Nachricht, dass der Vater der Frau in Kanada verstorben sei. Es gebe ein Testament, das ihr eine hohe Erbschaft zuspreche. Es folgten angeblich notwendige Zahlungen:

  • Gebühren für die Nachlassverwaltung
  • Gerichtskosten in Kanada
  • Steuern auf die Erbschaft
  • Gebühren für Banken und Behörden
  • Anti-Geldwäsche-Prüfungen

Immer neue Forderungen gingen ein. Insgesamt überwies der Mandant über 480.000 €.

Eingeschaltet wurde die A Plus Detektei, als der Mandant nicht mehr weiterzahlen wollte.

Unsere Recherchen ergaben:

  • Die Fotos der Frau waren gestohlen; die echte Person existierte, hatte aber nichts mit dem Fall zu tun.
  • Die angeblichen Gerichtsbeschlüsse waren aufwendig gefälscht.
  • Der Notar existierte zwar, war aber seit Jahren nicht mehr beruflich aktiv. Die Täter hatten einfach den Firmenmantel übernommen.
  • Die genannte Bank und Kanzlei existierten nicht oder waren Briefkastenadressen.
  • Die Zahlungswege führten ins Ausland; bei einzelnen Transaktionen war eine weitere wirtschaftlich sinnvolle Nachverfolgung nur noch eingeschränkt möglich.
  • Die gesamte Geschichte war eine komplett erfundene Betrugsorganisation.

Medien berichten regelmäßig über die Arbeit der A Plus Detektei

Die A Plus Detektei beschäftigt sich seit vielen Jahren mit internationalen Betrugsfällen, darunter Romance Scamming, Erbschaftsbetrug und gefälschte Identitäten.

Geschäftsführer Jochen Meismann ist seit über 40 Jahren als Detektiv tätig und wurde mit seinen Einschätzungen zu Betrugsmaschen und Ermittlungsarbeit unter anderem von BILD, FAZ, Süddeutscher Zeitung, Playboy und weiteren Medien aufgegriffen.

Diese Berichterstattung ersetzt keine eigene Prüfung im Einzelfall, zeigt aber, dass die fachliche Erfahrung der A Plus Detektei auch außerhalb einzelner Mandate wahrgenommen wird.

Welche Fehler Betroffene immer wieder machen

  • Zu spät Hilfe suchen
  • Chats und Nachrichten löschen
  • Dokumente vernichten oder nicht sichern
  • Weiterzahlen, weil man „das letzte Hindernis“ noch überwinden will
  • Den Betrüger warnen oder konfrontieren; dieser verschwindet dann sofort
  • Die Bank nicht informieren (Rückbuchungen sind vielleicht noch teilweise möglich)
  • Keine Strafanzeige erstatten

Können gezahlte Gelder zurückgeholt werden?

Die Frage ist differenziert zu betrachten:

  • Geldwäsche: Wer sein Konto für Weiterleitungen zur Verfügung stellt, macht sich möglicherweise sogar strafbar und auch haftbar.
  • Kryptowährungen: Eine Rückverfolgung ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch schwierig und teuer.
  • Banküberweisungen: Wenn noch möglich, sollte sofort die Bank kontaktiert werden. Rückbuchungen sind nur in sehr engen Zeitfenstern möglich.
  • Zivilrechtliche Ansprüche: Gegen die Täter selbst ist eine Durchsetzung meist aussichtslos, da sie im Ausland sitzen und schwer identifizierbar sind.

Die realistische Chance liegt in der Verhinderung weiterer Zahlungen und der Sicherung von Beweisen für Strafverfahren und Regressansprüchen gegen Finanzagenten, die ihr Konto für Geldbewegungen zur Verfügung gestellt haben.

Darum ist schnelles Handeln entscheidend

Die Täter passen sich blitzschnell an:

  • Konten werden geschlossen oder geleert
  • Krypto-Wallets wechseln
  • Server und Domains werden abgeschaltet
  • Messenger-Dienste und IP-Adressen werden gewechselt

Wer zu lange zögert, verliert die Chance, die Verbrecher zu identifizieren oder Gelder zu sichern.

Nach unserer Erfahrung: Bei sehr vielen Fällen, die wir bearbeiten, stellen wir fest, dass die Betrüger innerhalb weniger Tage nach Kontaktabbruch ihre gesamte digitale Infrastruktur abbauen. Wer also zögert, verliert entscheidende Beweise.

Ein Erbschaftsdokument aus einem Betrugsfall

Internationale Zusammenarbeit der A Plus Detektei

Die A Plus Detektei verfügt über ein weltweites Netzwerk. Die Erfahrung zeigt, dass Betrugsfälle selten auf ein Land beschränkt sind. Die Ermittlungen erstrecken sich immer wieder über:

  • Kanada und USA (angebliche Verwandte oder Gerichte)
  • Afrika und Asien (Herkunft der Täter und Empfänger)
  • Europa (Zahlungsdienstleister und Briefkastenfirmen)

Die Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten und Partnern im Ausland ist für die grenzüberschreitende Aufklärung unerlässlich. Nur durch dieses Netzwerk können Identitäten überprüft, Geldflüsse nachvollzogen und gegebenenfalls Strafverfahren eingeleitet werden.

Warum gerade Kanada und andere englisch- oder französischsprachige Länder regelmäßig Schauplatz der Betrügereien sind

In unserer täglichen Praxis beobachten wir, dass bestimmte Länder immer wieder im Betrugsszenario auftauchen:

  • Kanada
  • USA
  • England
  • Frankreich
  • Schweiz

Warum? Die Täter setzen auf eine einfache psychologische Taktik: Je weiter das Land entfernt ist, desto weniger kennen sich die Opfer mit den dortigen Behörden, Gesetzen und Abläufen aus. Kanada ist ein beliebtes Ziel, weil es als wohlhabend und rechtsstaatlich gilt; eine Erbschaft aus Kanada wirkt glaubwürdig.

Nicht selten verwenden die Täter dabei reale Anschriften von Gerichten, Banken oder Anwaltskanzleien. Lediglich E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Dokumente werden minimal verändert. Dadurch entsteht auf den ersten Blick ein glaubwürdiger Gesamteindruck, obwohl die Kommunikation ausschließlich mit den Betrügern erfolgt.

Zudem nutzen die Betrüger gefälschte Webseiten und Dokumente, die auf den ersten Blick seriös wirken. Opfer können nicht leicht überprüfen, ob ein kanadisches Gericht oder eine Bank tatsächlich existiert.

Was wir NICHT können: Ehrlichkeit als Vertrauensbeweis

Für Mandanten ist entscheidend, dass wir offen sagen, was eine Detektei leisten kann und wo die Grenzen liegen.

Wir können:

  • Prüfen, ob eine Person existiert
  • Dokumente auf Echtheit untersuchen
  • Krypto-Zahlungsströme recherchieren
  • Identitäten überprüfen
  • Internationale Netzwerke nutzen
  • Chronologien und Beweise für Gerichte erstellen

Wir können NICHT:

  • Selbst Konten sperren lassen
  • Geld zurückholen
  • Täter festnehmen
  • Strafverfahren einleiten

Diese Ehrlichkeit schafft Vertrauen und macht unsere Arbeit glaubwürdig.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wenn eine Person, die Sie nie persönlich getroffen haben, Sie um Vorauszahlungen für eine Erbschaft bittet. Bei echten Nachlassangelegenheiten sollten Vorauszahlungen an unbekannte Privatpersonen, ausländische Vermittler oder angebliche Behörden immer kritisch geprüft werden.

Die Täter bauen eine Kette von angeblichen Hindernissen auf, um das Opfer bei der Stange zu halten und es zu immer neuen Zahlungen zu bewegen.

Ja, durch OSINT-Recherchen, Nachforschungen in Datenbanken und internationale Netzwerke kann die Echtheit einer Person geprüft werden.

Ja, je nach Einzelfall können Layout, Metadaten, Behördenbezeichnungen, Kommunikationsdaten und weitere Merkmale untersucht werden. Häufig lassen sich bereits anhand formaler Auffälligkeiten erhebliche Zweifel an der Echtheit feststellen. Gegebenenfalls können auch internationale Ansprechpartner oder öffentliche Register in die Prüfung einbezogen werden.

Theoretisch ja  über die Blockchain. Praktisch ist dies jedoch sehr aufwendig und erfordert spezialisierte Kenntnisse, für die wir Experten im Team haben.

Die Kosten hängen vom Umfang der Prüfung ab. In der Regel klären wir zunächst in einer kostenfreien Ersteinschätzung, welche Unterlagen vorliegen und welche Ermittlungen sinnvoll sind.

Sämtliche Kommunikation, Fotos, Zahlungsbelege und die persönliche Schilderung des Falls.

Ja, unbedingt auch dann, wenn die Täter im Ausland sitzen. Nur so können die Behörden tätig werden und gegebenenfalls international kooperieren.

Ja, eine enge Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten ist üblich und sinnvoll.

Eine Aufarbeitung ist auch Jahre später möglich. Allerdings sind die Erfolgsaussichten bei der Beweissicherung umso besser, je frischer der Fall ist.

Zusammenfassung

Ein angeblicher Erbfall gehört zu den wirkungsvollsten Instrumenten internationaler Romance-Scammer. Die Kombination aus emotionaler Bindung und der Aussicht auf eine hohe Erbschaft führt regelmäßig dazu, dass Betroffene immer neue Zahlungen leisten.

Aus unserer täglichen Praxis wissen wir: Eine frühzeitige Prüfung der Identität, der Dokumente und der Zahlungswege kann helfen, weitere finanzielle Schäden zu vermeiden und wichtige Beweise für Anwälte und Strafverfolgungsbehörden zu sichern. Lassen Sie sich nicht von Scham abhalten, denn professionelle Hilfe ist der beste Schutz gegen diese perfide Masche.

Die A Plus Detektei unterstützt seit vielen Jahren Mandanten bei der Aufklärung internationaler Betrugsfälle. Der Geschäftsführer Jochen Meismann arbeitet seit 1981 als Detektiv und ist verifiziertes Mitglied der World Association of Detectives (W.A.D.), dem weltweit ältesten und größten Berufsverband professioneller Ermittler mit hohen Zugangshürden. Durch diese internationale Vernetzung und die langjährige praktische Erfahrung kann die A Plus Detektei auch komplexe grenzüberschreitende Betrugsfälle fundiert beurteilen.

Verdacht auf Erbschaftsbetrug? Lassen Sie den Fall prüfen

Sie möchten wissen, ob eine angebliche Erbschaft im Ausland nicht echt ist? Oder werden Sie bereits zu Zahlungen für Gerichte, Banken, Notare oder Behörden aufgefordert? Dann warten Sie nicht zu lange. Je früher Beteiligte, Dokumente, Zahlungswege und Identitäten geprüft werden, desto besser lassen sich weitere Schäden verhindern und wichtige Beweise sichern.

Die A Plus Detektei unterstützt Sie diskret bei der Überprüfung von Personen, Dokumenten und Zahlungsaufforderungen im Zusammenhang mit Romance Scamming und internationalem Erbschaftsbetrug.

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1. Sie schildern uns Ihr Anliegen über das Kontaktformular, per Telefon oder per E-Mail. Jede Anfrage wird streng vertraulich behandelt.

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