Fake Profil auf Instagram – so erkennen Sie Fakes

Alle sozialen Netzwerke haben eines gemeinsam: Sie wimmeln vor Fake Profilen. Ob Facebook oder Instagram, Xing oder LinkedIn, Partnerbörsen oder Tinder, Twitter oder sonst ein Portal – Sie finden an jeder Ecke Fake Accounts.

Lernen Sie, wie Sie reagieren, wenn Sie mit einem Profil konfrontiert werden, das nur ein Fake ist und wie Sie ein Fake Profil erkennen.

Wie finde ich heraus, ob es sich um einen Fake-Account auf Instagram handelt?

Generell gibt es nicht den einen einzigen Weg, um festzustellen, ob die Person auf einem Profil echt ist. Nach Schätzungen ist etwa jedes 10. Profil in sozialen Netzwerken falsch. Das führt zu einem Problem, denn der Ersteller des Fake Profils könnte böse Absichten haben.

Wenn Sie einen Verdacht haben, die Person könnte nicht echt sein, schauen Sie sich zunächst an, wie die Interaktionen auf dem Profil sind. Bei Facebook oder Instagram lässt sich erkennen, wer etwas liked oder teilt und interagiert.

Ist das bei dem Profil nicht der Fall, ist das verdächtig. Hat er niemanden, der ihm folgt oder sind diese Personen überwiegend aus Afrika oder Asien obwohl er Amerikaner ist, seien Sie vorsichtig.

Schauen Sie sich das Bild an. Oft nutzt der Inhaber eines falschen Accounts ein Foto oder ganze Bilderserien, die er von einer anderen Website gestohlen hat. Er sucht sich passende Profile und lädt die dort veröffentlichten Fotos runter, um diese mit falschen Daten zu nutzen.

Mit der umgekehrten Bildersuche stellen Sie fest, ob die Bilder aus diesem Profil schon unter anderem Namen im Internet auftauchen. Und so geht es:

  1. Fertigen Sie einen Screenshot von ­dem Foto auf Instagram.
  2. Bearbeiten Sie die Bilder und schneiden diese zurecht, so dass nur noch das eigentliche Bild bleibt.
  3. Machen Sie die umgekehrte Bildersuche mit Google am Handy oder am PC.
  4. Google listet Ihnen dann jene Seiten auf, wo das Bild auftaucht und Sie sehen die Namen, unter denen es veröffentlicht ist.

Auf diese einfache Art identifizieren Sie die meisten Fakes, denn die Betrüger machen sich selten die Mühe, Fotos von Personen zu wählen, die man nicht nachverfolgen kann.

Der Test: Fake Account nimmt Kontakt auf

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht. Unter einem realen Namen und mit einem echten Bild haben wir ein Profil einer Frau mittleren Alters auf Instagram online gestellt. Dann haben wir ein paar Informationen publiziert und das Profil auf sozialen Medien etwas promotet. Dazu haben wir Beiträge und Stories veröffentlicht sowie ein Reel und ein Video.

Nach kurzer Zeit gab es zahlreiche Follower, die mit dem Profil interagierten. Erstaunlich war, dass viele Männer dem Profil gefolgt sind, ohne einen Beitrag zu leisten.

Was hatten diese Profile der Männer gemeinsam?

  1. Sie hatten stets nur 3 bis 5 Bilder.
  2. Sie hatten kaum Interaktion mit den wenigen Freunden.
  3. Die Männer waren attraktiv.
Anfragen von möglichen Betrügern über Instagram

Die allermeisten hatten einen Profilnamen, der aus zwei amerikanischen Vornamen und Zahlen bestanden wie:

  • stevendaniel12…
  • robertdavid…
  • peterfrank…

Fake-Account schreibt jeden an und gibt sich als jemand anderes aus!

Von diesen Profilen kam schnell eine Nachrichtenanfrage. Diese war entweder auf Deutsch oder Englisch und bestand stets nur aus wenigen Wörtern:

  • Hi
  • Hallo
  • Wie geht es dir?
  • How are you doing?
  • Hello

Gesprächig wurden die Herrschaften erst, nachdem man die Nachrichtenanfrage angenommen und eine Antwort geschickt hatte. Dann kamen ganze Romane, die in vielen Fällen ähnlich waren.

Die Basics:

  • angeblich Amerikaner
  • Witwer oder geschieden
  • auf der Suche nach einer netten Frau
  • hatten ein Kind im Internat oder bei einer Nanny
  • irgendwo in der weiten Welt unterwegs

Die Männer mit den Fake Profilen erzählen bewegende Geschichten

Sie erzählten ihre Lebensgeschichte und baten, den Kontakt auf andere Plattformen zu verlegen wie WhatsApp oder Hangouts oder E-Mail. Der Grund: Sie wollten angeblich auf Instagram das Konto löschen. Der wirkliche Grund ist ein anderer: Sie haben Angst, das die falschen Accounts bei Instagram auffallen und von der Plattform gelöscht werden. Dann ist die Verbindung zum Opfer verloren.

Bei der Kommunikation machen die Männer schnell Komplimente und sind aufmerksam. Sie fragen nach vielen Details aus dem Leben der Frau und bereiten den Betrug sorgfältig vor.

All diese Personen waren Fakes. Treten betroffene Personen mit den Fakes in nähere Verbindung, laufen sie Gefahr, dass die Falle der Täter zuschnappt.

Die falschen Accounts sind überwiegend aus Afrika

Man sieht nicht sofort, wo ein Account bei Instagram online gestellt wurde. Wer etwas tiefer gräbt, findet in den Insights von Instagram wunderbare Statistiken. Diese belegen den Verdacht: Eine Vielzahl der Accounts war aus Afrika – vermutlich alle jene mit einer falschen Identität.

Die Statistik der Fake Accounts

Wer Inhalte nur auf Deutsch veröffentlicht und auch nur deutsche Hashtags verwendet, sollte annehmen, dass die Interessenten an dem Profil fast ausschließlich aus

  1. Deutschland
  2. Österreich
  3. Schweiz

sind, denn nur dort gewinnt man Reichweite, weil die Informationen des Profils für Menschen anderer Länder schwer erfassbar sind.

Falsch gedacht. Durch die zahlreichen Fake Accounts auf Instagram ergibt sich eine interessante Aufstellung, woher die Profile sind. Die Länderverbreitung in unserem Test-Account spricht für sich:

  1. Deutschland 74 Prozent
  2. Indien 5,5 Prozent
  3. Nigeria 3,5 Prozent
  4. Ghana 2,5 Prozent
  5. Österreich 2,5 Prozent
Über 10% der Follower eines deutschen Test Instagram Accounts stammen aus Indien, Nigeria und Ghana.
Zwar sind die meisten Follower unseres deutschen Testaccounts aus Deutschland, aber dass Indien, Nigeria und Ghana mehr Follower generieren als andere deutschsprachige Länder wie Österreich und der Schweiz, spricht eine deutliche Sprache.

Sechs Prozent aller Follower waren aus Ghana und Nigeria.

Auch bei den Herkunftsstädten der Instagram-Followern, ergab sich ein ähnliches Bild:

2% der Follower unseres Testaccounts stammen aus Accra, was leider ein starkes Anzeichen für mögliche Betrugsversuche ist.
Viele Follower kamen aus Accra, Ghana.

Auf Platz 3 lag Accra – die Hauptstadt von Ghana und das Nest vieler afrikanischer Betrüger.

Fake Profil dient oft dem Betrug

Macht sich jemand die Mühe, mit gestohlenen Bildern Fake Accounts auf Instagram, Facebook oder anderen Plattformen im Internet zu erstellen, so hat das einen Hintergrund. Er will damit betrügen und die Opfer um Geld bringen.

Ja, es gibt auch Fake Profile, die andere Absichten haben und nicht darauf aus sind, dem Opfer Geld aus der Tasche zu ziehen. Aber die Zahl der Täter, die hinter Geld her sind, ist extrem hoch.

Freundschaftsanfragen über Fake Profile werden gestellt, um die Verbindung zu anderen zu bekommen. Dazu nutzen die Täter manchmal sogar Bots. Ist die Verbindung irgendwann stark genug, kommen die schlechten News. Die Täter bitten um Hilfe und wollen finanzielle Unterstützung.

Manche Menschen nutzen ein Fake Profil, um andere zu stalken. Andere wollen Kontakte zum anderen Geschlecht anonym aufbauen, besonders dann, wenn sie gebunden sind. Doch viele Fake Accounts dienen nur Betrügereien, was auf Englisch Scamming heißt. Darum heißen diese Betrüger Scammer. So ein Scammer gibt sich als Freund aus und will mit seinem Fake Profil Vertrauen aufbauen, um der anderen Person später finanziell zu schaden.

Ist ein Fake-Profil strafbar?

Zunächst einmal ist es keine Straftat, Fake Accounts im Internet zu veröffentlichen. Wer falsche Profile bei Instagram, LinkedIn, Xing, Facebook und Co eröffnet, hat mit diesem Fake Konto noch keine Straftat begangen, solange er nicht fremde Fotografien nutzt.

Ist das Profilbild beispielsweise eine Blume, die der Täter selber fotografiert hat, ist bis dahin alles in Ordnung.

Wenn aber über den Fake Account ein Betrug erfolgt, sieht es rechtlich anders aus. Ist die Person hinter dem Fake Account allerdings aus Afrika, droht dieser wenig Gefahr durch die deutsche Justiz.

Fake-Accounts sind unter bestimmten Umständen illegal. Das gilt in Fällen wie:

  • Im Fake-Profil sind gestohlene Bilder einer anderen Person. Das ist ein Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild, das Urheberrecht und gegen das Persönlichkeitsrecht.
  • Wenn über Fake-Accounts fleißig kommentiert wird, sind Beleidigungen und Falschdarstellungen strafbar.
  • Kommentiert der Täter unter dem Namen einer realen existenten Person mit einem gefakten Account, so ist das ein Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der betroffenen Person.

Identitätsdiebstahl ist strafbar und die betroffene Person kann sich wehren. Kommt es zu Geldforderungen unter erfundenen Umständen, Beleidigungen oder Verleumdungen zum Nachteil von anderen Nutzern, so sind diese Inhalte strafbar.

Ob also Fake Profile legal sind oder nicht, hängt von den Umständen ab und was damit in den digitalen Medien passiert.

Betroffene können bei der Plattform den Verstoß durch Dritte melden und die Löschung beantragen sowie Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen, wenn der Täter bekannt ist.

Was kann man gegen Fake-Profile auf Instagram machen?

Vielen Netzwerken sind Fake Profile ein Dorn im Auge, anderen scheint es egal zu sein. Wenn Sie ein Profil mit falschen Daten entdecken, gehen Sie im Menü auf die Einstellungen und melden das Profil.

Wir haben es getestet und falsche Profile bei Instagram gemeldet. Das ist schwer, denn den Punkt Fake-Profile mit gestohlenen Fotos gibt es im Menü nicht. Die Website scheint nur mäßiges Interesse an Aufklärung zu haben, denn obwohl wir Meldungen hinsichtlich des Fake Profils eingereicht haben, ist fast nie etwas passiert. Die Informationen versickern offenbar, obwohl Instagram die News zur Existenz des Fake Profils bekommen hat. Die Löschung erfolgte nicht. Eine falsche Anmeldung hat offenbar wenig Folgen und führt nicht zwangsläufig zur Löschung.

Schreiben Sie mit jemanden und sind nicht sicher, ob er echt ist?

Wenn Sie mit jemanden schreiben, den Sie nur aus dem Internet, von Fotos und Videos kennen, seien Sie vorsichtig.

Schicken Sie kein Geld oder Nacktfotos oder intime Videos an eine fremde E-Mail Adresse.

Im Zweifel setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Wir checken für Sie, ob der Name und die Person echt sind. Informieren Sie sich über die Links in diesem Artikel über weitere Details und kontaktieren uns. Wir verschaffen Ihnen Gewissheit.

1. Sie schildern uns Ihr Anliegen über das Kontaktformular, per Telefon oder per E-Mail. Jede Anfrage wird streng vertraulich behandelt.

2. Wir prüfen Ihren Fall umgehend und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück. In der Regel erfolgt eine Antwort noch am Tag der Anfrage.

3. Im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung prüfen wir Ihre Handlungsoptionen und finden gemeinsam die für Sie sinnvollste Lösung.
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