Instagram Betrug: Meet and Greet Scam mit angeblichem Star

Instagram erfreut sich größter Beliebtheit bei allen Bevölkerungsschichten. Viele Stars, Sternchen, Influencer und ähnliche Promis tummeln sich auf dem Portal. Dass gerade von Profilen der großen Stars manchmal eine große Gefahr ausgeht, wissen die wenigsten.

Wie der Betrug mit dem Meet and Greet auf Instagram läuft, lernen Sie in diesem Artikel.

Ich folge einem Star und plötzlich schreibt mich dessen Sozial Media Betreuer an

Die Betrugsmasche Meet and Greet Scam funktioniert bei Männern und Frauen, doch nach unserer Erfahrung sind Frauen das bevorzugte Opfer als Zielgruppe der Täter. Diese heißen auch Scammer, das englische Wort für Betrüger.

Das Szenario beim Scam läuft meist ähnlich.

  1. Sie folgen einem Star auf Instagram.
  2. Die Beiträge des Stars liken, kommentieren oder reposten Sie regelmäßig.
  3. Das fällt irgendwann dem Betrüger auf.
  4. Dieser kontaktiert Sie als angeblicher sozial Media Betreuer des Künstlers über den Direct Messenger von Instagram in der Landessprache des jeweiligen Künstlers.
  5. Vielen Dank für Ihren Support – Sie wurden ausgewählt, mit dem Künstler direkt zu schreiben. Sie sind quasi einer der besten Fans überhaupt.
  6. Der Kontakt erfolge über die App Hangouts und da über einen geheimen Account des Stars, wozu man eingeladen wird.
  7. Der Schriftverkehr erfolgt dann nur noch über den Fake Account bei Hangouts.

Wenn Sie nun mit dem vermeintlichen Star scheinbar privat schreiben, ist die Falle fast schon zugeschnappt.

Du bist mein bester Fan

Ihr Idol schickt Ihnen zahlreiche Nachrichten. Der Schriftverkehr ist sehr intensiv und er schmeichelt Ihnen mit vielen Worten.

  • Du bist mein bester Fan.
  • Wie ist dein Beziehungsstatus?
  • Kommst du mit deinem Einkommen aus?
  • Er selber habe schon lange keine echte Beziehung mehr gehabt und habe den Glauben an die wahre Liebe schon verloren.
  • Du bist vom Typ her sehr toll und ich mag dich sehr.
  • Weißt du eigentlich, dass du sehr hübsch bist?
  • Du hast eine absolut beeindruckende Persönlichkeit.
  • Du bist perfekt für mich.
  • Erzähle niemandem von uns – es muss alles ein großes Geheimnis bleiben, weil er seine Privatsphäre schützen müsse.
  • Irgendwann nennt es Sie nur noch Darling, My Queen, My Princess und er würde alles für Sie tun.

Solche und ähnliche Schmeicheleien wirken. Sie bekommen schon fast rote Ohren, wenn er wieder schreibt.

Er darf keinen Videochat machen

Wenn Sie ihn nach einem Video-Telefonat oder einer Sprachbotschaft fragen, kommen Ausreden wie:

  1. Ich habe alle Rechte an Audioaufnahmen jeglicher Art an mein Management abgetreten; darum darf ich dir keine Sprachnachrichten schreiben.
  2. Mein Management verbietet mir vertraglich jede Video-Kommunikation, da alle Bildrechte vertraglich beim Management liegen. Und selbst ein aktuelles Foto ist nicht erlaubt.

Dann eines Tages ist es so weit: Ich finde dich großartig und würde dich gerne sehen. Das große Problem ist nur: Wie und wo. Und er fragt ganz direkt: Fällt dir eine Lösung ein, wie wir uns endlich sehen könnten?

Leider kann und darf er – auch aus terminlichen Gründen – nicht zu seinem Nummer 1 Fan kommen. Weil sein Terminplan exakt getaktet ist, sei das schwierig.

Die Lösung: Ein bezahltes Meet and Greet

Dann schreibt er, dass er lange darüber nachgedacht habe, wie man sich endlich sehen könne, weil er eine so große Sehnsucht verspüre. Weil aber sein Terminplan akribisch von seinem Management geführt wird, sei ihm nur eine Lösung eingefallen: Frage bitte über mein Management ein Meet and Greet mit mir an. Das Management kann dann ein Zeitfenster blocken für traute Zweisamkeit.

Dazu nennt er eine E-Mail Adresse des angeblichen Managements, an die das Opfer schreiben soll: messagesandbookings@gmail.com

Schreibt man nun an diese Adresse, kommt schnell eine vorgefertigte Antwort, wobei hier auffällt, dass das angebliche Management sich nicht einmal die Mühe macht, den richtigen Namen des Opfers anzuschreiben.

Warnung vor Betrügereien beim Meet and Greet von Stars
Treffe einen Superstar – oft stecken Betrüger hinter solchen Anfragen

Meet & Greet kostet Geld

Zum Erstaunen des Opfers kam dann eine finanzielle Forderung. Ein Meet & Greet mit dem Star koste Geld. Die Terms & Conditions beinhalten 3 verschiedene Packages, für die die Fans Tickets kaufen können:

  • Regular Private Meet & Greet als Basic Paket für 5.000 Euro

Das Paket beinhaltet: A meeting with our client in the presence of the management – ein Treffen zwischen Star und Fan im Beisein des Managements.

  • VIP Privat Meet & Greet als Sonder-Paket für 8.700 Euro

Das Paket beinhaltet: A meeting between you and our client privately – ein privates Treffen nur zwischen Star und Fan.

  • V-VIP Privat Meet and Greet für mehr als besonders wichtige Personen zum Paketpreis von 10.400 Euro

Das große Very, Very Important Person Paket: A private meeting without the presence of the management and it comes with a special inclusive – a private helicopter tour or a boat cruise a choice to be chosen by you. Das ist ein all inclusive Treffen nur zwischen Star und Fan wahlweise mit verbundenem Hubschrauber-Flug oder Bootstour.

Man erwarte eine schnelle Antwort und es gäbe nur ein sehr begrenztes Zeitfenster, innerhalb dessen das „Ticket“ gebucht werden könne. Damit setzt der Täter das Opfer massiv unter zeitlichen Druck.

Warum soll der Fan das Treffen bezahlen?

Im ersten Augenblick sind die meisten Fans geschockt, dass ein persönliches Treffen mit dem Star so viel Geld kosten soll. Sofort geht darum die Frage an den Star, warum dafür Geld bezahlt werden soll?

Die Antwort kommt sehr schnell:

  1. Der Star stehe im Vertrag mit dem Management. Nur dieses können Termine vereinbaren und Tickets für das Meet and Greet vergeben.
  2. Das Treffen müsse in einem gebührenden Rahmen sein. Dafür entstehen Set-up Kosten, in denen die Anreise, der Flug, die Sicherheitsaspekte und das Hotel inbegriffen seien. Belege gäbe es dafür keine. Verdienen würde man daran nichts, weil es nur die Auslagen deckt.
  3. Er selber habe so viel Geld, dass er das Geld der Fans nicht brauche. Beim persönlichen Treffen gibt er ihr das Geld natürlich in bar zurück; sein Management dürfe das nicht wissen. I will give you so much more – ich gebe dir viel mehr.

Dann fragt der Star nach, wie hoch denn die Kosten seien. Erklärt das Opfer, dass mindestens 5.000,00 Euro zu zahlen seien, die aber gerade nicht verfügbar wären, kommt die Gegenfrage: Wie viel Geld kannst du denn auftreiben?

Kommt dann eine Antwort vom Fan, dass man nur ein begrenztes Budget zur Verfügung habe, bietet er eine monatliche Ratenzahlung an, weil er sicher gehen wolle, dass das Treffen auch wirklich stattfindet.

Fragt man dann beim Management nach dieser Ratenzahlung, erhält man die Antwort, man könne monatlich 500,00 Euro zahlen. Ist die gesamte Summe da, fände dann das Treffen statt. In dem Zusammenhang kommt die direkte Frage nach dem realen monatlichen Verdienst des Opfers. Man könne doch den Lohn als Teilzahlung einsetzen. Außerdem könne man einen Kredit aufnehmen oder sich das Geld von Freunden und Verwandten leihen.

Zögert das Opfer kommt bald die Antwort: Ich will dich endlich sehen. Es dauert jetzt schon so lange und ich sehne mich nach dir. Und dann schreibt es: Ich will dich so sehr – du willst es doch auch. Und er fragt: Do you believe in God? I will pray for us – Gott würde schon dafür sorgen, dass man sich endlich treffe.

Das Geld soll ins Ausland gehen

An dem Tag, an dem die erste Zahlung erfolge soll, erhalte man die Kontodaten. Einen schriftlichen Vertrag gebe es nicht, nur die Zahlungsaufforderung per E-Mail.

Die Kontonummer, auf die der Betrag zu überweisen ist, ist irgendwo im fernen Ausland. Besonders beliebt sind dabei Konten in

  • Italien
  • USA
  • Russland
  • Lettland

Auf Nachfrage, wer denn wohl die merkwürdige Person hinter dem Konto sei: Das ist die Finanzmanagerin, die dann das Geld weiterleite.

Offenbar haben die Täter in diesen Ländern jede Menge Mittelsleute sitzen, die die Zahlung in Empfang nehmen und an die Verbrecher weiterleiten.

Hinter der Masche stecken professionelle Betrügerbanden

Die Masche mit dem Meet and Greet Betrug mit internationalen Superstars funktioniert seit einigen Jahren und führt zu enormen Schäden. Diese Schäden sind sowohl finanzieller Natur als auch emotionaler.

Hinter dem Betrug, der als Vorschussbetrug bekannt ist – international als Scamming – stecken sehr gut organisierte Banden. Der Großteil der Täter sitzt in Afrika. Die dort beheimatete Nigeria Connection ist nur eine Gruppierung, die auf diese Art und Weise enorme Summen ergaunert. Das funktioniert bei Fans in aller Welt.

Die Betrüger geben sich als verschiedenste Stars aus

Rein theoretisch funktioniert die Masche bei nahezu jedem Star. Offenbar sind einige Stars besonders beliebt. Dazu zählen:

  • Robbie Williams
  • Morton Harket
  • Michael Patrick Kelly
  • Jonne Aaron
  • Hugh Jackmann (er warnt vor dem Meet and Greet Scam)
  • Peter Andre
  • Eric Saade
  • Drew Barrymore
  • Keanu Reeves
  • Rihanna
  • Bruce Springsteen
  • Lady Gaga
  • Ed Sheeran
  • Katy Perry
  • Britney Spears
  • Bryan Adams
  • und viele mehr

So schützen Sie sich vor dem Meet and Greet Scam

Echte Stars schreiben Sie nicht über Instagram, Facebook oder andere soziale Medien an. Schon gar nicht verlangen sie für ein Treffen Geld. Wer für ein Meet and Greet eine Zahlung fordert, ist ganz sicher ein Betrüger.

Achten Sie auf diese Warnsignale:

  1. In einem Social-Media-Post oder per Direct Messaging fragt ein angeblicher Prominenter nach einer Spende für wohltätige Zwecke (Spendenscamming).
  2. Sie erhalten per Social Media eine Nachricht eines angeblichen Prominenten, wonach Sie einen hohen Geldpreis gewonnen haben. Allerdings sei nun noch eine Bearbeitungsgebühr zu zahlen, um die Auszahlung zu sichern.
  3. Ein angeblicher Star Nachricht bittet Sie um das virtuelle Senden der Nummern von Amazon-Geschenkkarten, iTunes Karten, Bitcoins oder direkt um eine Überweisung.

All das sind Betrugsmaschen.

Sie erkennen das echte Konto eines wirklichen Stars bei Instagram an einem kleinen blauen Haken. Dieser bedeutet, dass das soziale Netzwerk dieses Account verifiziert hat. Ist der blaue Haken nicht da und gibt es nur wenige Follower, laufen Sie Gefahr, dass es ein Fake-Account ist.

Lassen Sie sich im Zweifel von einem Detektiv beraten

Stehen Sie mit einem Prominenten via Instagram, Facebook und Co in Verbindung und sind sich nicht sicher, ob er echt ist. Sprechen Sie mit einem Detektiv unseres Teams. Wir überprüfen den Sachverhalt für Sie, so dass Sie sicher sein können, dass alles mit rechten Dingen zugeht.  

1. Sie schildern uns Ihr Anliegen über das Kontaktformular, per Telefon oder per E-Mail. Jede Anfrage wird streng vertraulich behandelt.

2. Wir prüfen Ihren Fall umgehend und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück. In der Regel erfolgt eine Antwort noch am Tag der Anfrage.

3. Im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung prüfen wir Ihre Handlungsoptionen und finden gemeinsam die für Sie sinnvollste Lösung.
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