Spendenscamming – was ist das?

Spendenscamming ist der Betrug mit angeblichen Spendenaktionen. In der recht neuen Betrugsmasche geben sich Betrüger als Prominente aus und bitten um Spenden für gute Zwecke.

Die Bedeutung des Wortes Scamming ist in etwa Betrug. Wie die Masche beim Spendenscamming funktioniert und warum Vorsicht so wichtig ist, lesen Sie in diesem Artikel.

Wie funktioniert Spendenscamming?

Der Ablauf des Betrugs ist meist ähnlich. Im Mittelpunkt stehen meist Fake Promis, die mit der Spendenabzocke nichts zu tun haben. Überwiegend legen die Täter Fake Profile (gut zu wissen: So erkennen Sie Fake Bilder) auf sozialen Medien an wie:

  • Facebook
  • Instagram

Betrug mit Promi Profilen

Und so läuft der Betrug ab:

1. Sie erhalten eine Nachricht oder eine Freundschaftsanfrage vom Profil eines angeblichen Prominenten.

2. Nach einer Kennlernphase fragt Sie der angebliche Star nach einer Spende. Sie sollen jedoch nicht direkt an eine Organisation spenden, sondern Sie bekommen gesagt, dass Ihre Kontaktperson das Geld weiterleitet. Der angebliche Promi nennt Ihnen eine Bankverbindung, auf die Sie Ihre Spende überweisen sollen.

3. Danach wartet Ihr Chatpartner, bis Sie überwiesen haben. Tun Sie es nicht, drängt er Sie dazu.

4. Nachdem Sie überwiesen haben, bittet man Sie, weitere Zahlungen zu tätigen. Dies machen die Täter so lange, bis sie überzeugt davon sind, dass Sie nicht mehr zahlen oder, dass Sie kein Geld mehr haben, dass man Ihnen stehlen kann. Danach brechen Sie den Kontakt abrupt ab.

Die Profile der Spendenscammer

Die Schwindler benutzen für die Masche mit der Spendenabzocke in der Regel Profile von Prominenten. Sie geben sich nicht nur als internationale bekannte Personen aus, sondern auch als Personen, die nur in Deutschland bekannt sind.

Die Verbrecher haben beispielsweise schon Fake Profile erstellt von:

  • Ed Sheeran
  • Peter Maffay
  • Taylor Swift
  • Katy Perry
  • und viele weitere Stars

Im Gegensatz zum üblichen Betrug mit Identitätsdiebstahl können die Täter schlecht sagen, dass Sie den Betrag für den eigenen Zweck benötigen. Daher bitten sie Sie, eine Spende für einen wohltätigen Zweck zu leisten.

Das Geld, das die Opfer “spenden“, wird natürlich nie für einen wohltätigen Zweck benutzt. Der Betrag landet in den Taschen der sogenannten Scammer.

Um zum Erfolg zu kommen, bezirzen die Scammer ihre Opfer gerne mit Aussagen wie:

  • „Du bist mein bester Fan“
  • „Ich danke dir, dass du mein Fan bist“

Auf diese Weise vertrauen die Opfer dem Betrüger. Ohnehin sind die Opfer schon ganz aus dem Häuschen, weil ein “Star“ sie angeschrieben hat. Schnell sind die Betroffenen blind gegenüber den Betrügern und überweisen ihr Erspartes. Die natürliche Vorsicht bleibt dabei auf der Strecke.

Um möglichst schnell erfolgreich zu sein, wählen die Tätergruppen Prominente aus, die dafür bekannt sind viele Spendenaktionen zu unterstützen und selber zu spenden.

Profile von Fake Promis finden sich überall

Die Schwindler bewegen sich nicht nur auf sozialen Medien; auch auf Datingportalen wie beispielsweise

  • Tinder
  • Lovoo
  • Badoo

können sich gefälschte Profile befinden. Generell ist im Internet stets Vorsicht die Mutter der berühmten Porzellankiste.

Viele Opfer sind skeptisch, bis Sie ein Täter vorgeblich per Videocall anruft. Mit dem Gesicht des Stars erzählen Sie dem Opfer selbstbewusst Lügengeschichten.

Die Scammer sind technisch geschickt und benutzen Programme und Apps, die dafür sorgen, dass es beim Angerufenen so aussieht, als würde mit ihnen eine berühmte Person reden.

Eine App setzt den Benutzern eine Art digitale Maske auf. So sieht es aus, als würden die Gesichter Promis tatsächlich mit dem Angerufenen reden.

Durch den Einsatz dieser App sind besonders Personen anfällig, die sich nicht mit dieser Technologie auskennen. Oft wissen Sie nicht, dass diese Art von Technologie überhaupt existiert. Darum können sie auch nicht etwaige Fehler im Programm identifizieren.

Diese Programme sind keinesfalls perfekt und nicht zu hundert Prozent überzeugend. Daher verringern die Scammer die Videoqualität künstlich. So vertuschen Sie Fehler in dem Programm und geben der Illusion ein Gesicht und die Abzocke bei den Fans funktioniert.

Wie erkennen Sie Spendenabzocke mit Fake Promis?

Wenn Sie nicht zu den Fans gehören wollen, die Leidtragende dieser Betrugsmasche sind, beachten Sie unsere Tipps und lassen stets Vorsicht walten.

Fast jede prominente Person besitzt einen offiziellen Account. Wenn Sie nicht von diesem Account eine Nachricht erhalten, handelt es sich fast immer um einen Fake Account. Warum sollte ein Star auch einen zweiten Account nutzen?

Einige Plattformen, wie Twitter und Instagram verfügen über eine Möglichkeit der Verifikation. Bekannte Personen können sich dabei verifizieren lassen. Auf Twitter beispielsweise erkennen Sie ein verifiziertes Profil an einem blauen Haken neben dem Namen und wissen, dass es dem Prominenten gehört.

  • Wenn die Person dafür bekannt ist, wohltätige Organisationen zu unterstützen, sollten sie überprüfen, ob es die gleichen Organisationen sind.
  • Überprüfen Sie die Daten des Promis. Wenn ein Musiker nachweisbar auf Tour im Ausland ist, Ihre Kontaktperson jedoch angibt, dass der Star derweil in Deutschland ist, sollten bei Ihnen die Alarmglocken angehen.
  • Wenn Sie wirklich mit einem Promi einen Videoanruf durchführen, achten Sie auf Fehler. Kommt Ihnen das Bild merkwürdig vor, haben Sie es vermutlich mit einem Betrüger zu tun.
  • Da hinter den Profilen oft Betrügerbanden aus afrikanischen Ländern stecken, ist deren Deutsch und Englisch nicht einwandfrei. Diverse Fehler in den Konversationen können Ihnen Aufschluss geben.
  • Wenn der Star Sie auffordert, niemandem etwas von dem Kontakt zwischen Ihnen beiden zu erzählen, weil das ein gemeinsames Geheimnis sei, spricht das nicht für die Echtheit.
  • Anstatt das Zahlung an eine Bankverbindung Ihres Kontaktpartners zu senden, überweisen Sie – wenn überhaupt – besser auf direkt auf die Spendenkonten der wohltätigen Organisationen. In der Regel erhalten Sie einen Nachweis, wenn Sie gespendet haben.

Kann ich mein Geld zurückbekommen?

In den meisten Fällen sind Geldbeträge, die man zu einer fremden die Bankverbindungen transferiert hat, für immer verloren.

Die Banden benutzen schwer verfolgbare Konten, die oft auf die Namen anderer Opfer erstellt wurden. Die meisten Betrügerbanden sitzen in afrikanischen Ländern wie Nigeria oder Ghana.

Dort ist die Verfolgung von Kriminellen schwer. Wenn Sie eine Zahlung gerade erst geleistet haben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank. Möglicherweise ist es möglich, die Transaktion zurückzuziehen. Erstatten Sie in jedem Fall Anzeige bei der Polizei.

In den USA grassiert schon lange der Begriff Charity Scam, der im Prinzip gleichzusetzen ist mit Spendenscamming. Allerdings sind es in den USA nicht immer nur angebliche Superstars sind, die das Geld sammeln. Mehr dazu in diesem Artikel auf Englisch.

Unsicher? Nutzen Sie unsere Beratung

Stehen Sie mit einem angeblichen Star in Verbindung? Dann raten wir zur Vorsicht, damit Sie nicht dem Spendenscamming zum Opfer fallen. Im Zweifel überprüfen wir die Person und das Profil für Sie, damit Sie sicher sein können.

1. Sie schildern uns Ihr Anliegen über das Kontaktformular, per Telefon oder per E-Mail. Jede Anfrage wird streng vertraulich behandelt.

2. Wir prüfen Ihren Fall umgehend und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück. In der Regel erfolgt eine Antwort noch am Tag der Anfrage.

3. Im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung prüfen wir Ihre Handlungsoptionen und finden gemeinsam die für Sie sinnvollste Lösung.
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