Betrugsmasche Hangouts – zahlen Sie niemals Geld

Kennen Sie Hangouts? Vielleicht nicht, denn hierzulande ist der Dienst nur weniger in der Öffentlichkeit. In den USA und andere Ländern ist Hangouts sehr beliebt. Google Hangouts ist ein weit entwickelter Dienst des Suchmaschinen-Riesen für Videokonferenzen und Instant-Messaging. Im Prinzip ist Hangouts daher einer Kommunikationsplattform. Sie können damit:

  1. Nachrichten schreiben
  2. Telefonate führen
  3. Video-Chats machen

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie kann damit Betrug betrieben werden? Nun, nicht mit Hangouts selber, aber die Täter nutzen Hangouts als Plattform zur Kommunikation mit ihrem Opfer.

Wie läuft der Betrug über Hangouts?

In dem meisten Fällen nutzen afrikanische Internetbetrüger die Plattform Hangouts, um mit potenziellen Opfern zu schreiben. Die Masche ist ein Straftatbestand aus dem Bereich Vorschussbetrug und fällt heute unter den Sammelbegriff Scamming. Wie läuft die Betrugsmasche Hangouts genau?

Beim sogenannten Romance Scamming (Liebesbetrug) schreibt Sie ein Täter zunächst unter einem falschen Namen auf einer Plattform im Internet an. Das können soziale Medien sein, Chatrooms, Single-Börsen und so weiter. Beliebt sind Plattformen wie

  • Facebook
  • Instagram
  • Xing
  • Lovoo
  • Finya
  • Myflirt
  • Kwick
  • Jappy
  • und viele andere Anbieter im Bereich Social Media und Internet

Dazu richtet der Täter -genannt Romance Scammer – ein Fake-Profil mit gestohlenen Fotos und einem erfundenen Namen ein. Das Profil kann einen Mann oder eine Frau zeigen.

Es folgt dann ein reger Schriftverkehr über die Plattform. Nach einiger Zeit bittet der Täter das spätere Opfer, es möge zur App Hangouts wechseln. Diese sei gratis und sicher. Er begründet das, weil er sich von der anderen Plattform abmelden möchte.

In Wirklichkeit ist es nur eine Vorsichtsmaßnahme des Täters, denn er muss jeden Augenblick damit rechnen, dass die Algorithmen der Plattform sein Profil als falsch erkennen oder jemand anderes das meldet. In dem Fall einer Sperrung wäre der mühsam aufgebaut Kontakt zum Opfer sofort verloren.

Die Betrugsmasche Hangouts startet fast immer über Social Media Plattformen.
Die Betrugsmasche Hangouts startet fast immer über Social Media Plattformen

Sie laden sich Hangouts herunter und schreiben mit dem Täter

Sie gehen auf das Ansinnen des Täters ein und schreiben anschließend weiter mit ihm über Hangouts. Das ist einfach und schnell umsetzbar. Nach gewisser Zeit gesteht er Ihnen seine große Liebe, die es für Sie empfindet.

Irgendwann bittet der Täter Sie dann um Geld. Das kann tausend verschiedene Gründe haben, aber die Bitte kommt. Es kann Geld sein für

  • ein Flugticket
  • eine Geschäftsidee
  • einen Goldfund, der per Kurier oder Diplomat verschickt werden muss
  • ein Paket, das er Ihnen schicken will
  • Zollgebühren
  • Arztrechnungen
  • Geld für Medikamente
  • Geld für Essen
  • ein Darlehen
  • eine Beteiligung
  • und so weiter

Es muss kein Bargeld sein. Die Betrüger akzeptieren bei der Betrugsmasche Hangouts alle denkbaren Zahlformen und Geld-Ersatz-Möglichkeiten wie:

  • Überweisung
  • Bargeld per Western Union oder MoneyGram
  • Bitcoin-Transfer
  • Amazon Geschenkkarten
  • iTunes Guthaben Karten (hier mehr zum Betrug mit iTunes Karten)
  • Steam Gift-Cards
  • PCS Karten (hier mehr zum Betrug mit der PCS Card)
  • und weitere Optionen

Eines haben alle Betrugsformen gemeinsam: Sie sollen an dritte Personen Geld oder Geldersatzleistungen schicken.

Kann der Betreiber von Hangouts den Betrug verhindern?

Hangouts ist eine seriöse Plattform und hat mit dem Betrug nichts zu tun. Tatsächlich nutzen die Täter den Messenger primär deswegen, weil er in Afrika extrem beliebt ist und so einfach zu bedienen. Sie sind immer wieder erstaunt, dass Menschen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz nicht so sehr mit Hangouts vertraut sind.

Google hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Chats und kann nicht unterscheiden, ob seriöse Personen oder Betrüger den Dienst nutzen. Daher lässt sich ein solcher Betrug nicht verhindern. Allerdings hat Google in den Nutzungsbedingungen verankert, dass jeglicher Missbrauch untersagt ist. Wörtlich heißt es:

Verwenden Sie Hangouts nicht, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen durch Betrug, Irreführung oder Täuschung an die Daten anderer Nutzer zu gelangen. Geben Sie sich nicht als eine andere Person aus und machen Sie keine falschen Angaben zu Ihrer Person oder zur Quelle Ihrer Hangouts-Nachricht oder Ihres Hangouts-Anrufs (Quelle: Google).

Wie schütze ich mich vor der Hangouts Betrugsmasche?

  1. Solange Sie nicht irgendeiner fremden Person Geld oder ähnliches schicken, erleiden Sie keinen finanziellen Schaden. Achten Sie bitte auf diese Tipps:
  2. Wenn Sie jemanden über ein soziales Netzwerk oder eine andere Stelle im Internet kennengelernt haben, der darauf drängt, die Kommunikation auf Hangouts fortzuführen, seien Sie achtsam.
  3. Muss Ihr Chatpartner beruflich oder aus familiären Gründen oder wegen einer Erbschaft nach Afrika reisen? Dann ist das in den meisten Fällen Betrug.
  4. Will Ihr Chatpartner Geld für ein Visum, Flugticket oder andere Dinge? Dann ist es zu 99 % Betrug – das gilt auch für Frauen aus Russland, die Sie im Internet kennengelernt haben.
  5. Geben Sie niemals persönliche Daten von sich preis.
  6. Haben Sie das trotzdem gemacht und jemand möchte Ihnen ein Paket schicken, dann lehnen Sie das ab – es ist Betrug, weil Sie Gebühren dafür zahlen sollen.
  7. Bietet jemand Ihnen an, er wolle Geld auf Ihr Konto überweisen, das Sie dann weiterleiten sollen, lehnen Sie ab – es ist Betrug und Sie werden möglicherweise zum Finanzagenten.
  8. Droht jemand damit, sich umzubringen, wenn Sie ihm nicht helfen? Das ist eine beliebte Masche, um an das Geld anderer Leute zu kommen.
  9. Will Ihnen jemand einen Scheck aus dem Ausland schicken, den Sie einlösen sollen und das Geld sofort an andere weiterleiten, ist das sicher Betrug.
  10. Schicken Sie keine Ausweispapiere von sich an fremde Personen.
  11. Vermeiden Sie es, Nacktfotos oder intime Videos an Menschen zu schicken, die Sie niemals im realen Leben gesehen haben.
  12. Haben Sie einen Star im Internet kennengelernt und schreiben per Hangouts mit ihm. Nun bietet ein Ihnen für Geld ein Meet and Greet an oder fordert Sie zum Spenden auf. Das ist Bauernfängerei, wie es Eduard Zimmermann so schön nannte.

Brauchen Sie Hilfe um einen Hangouts Betrug zu erkennen?

Immer wieder bearbeiten wir Fälle von Internetbetrug. Der Schaden kann enorm sein. So hatten wir erst kürzlich einen Fall von Vorschussbetrug, der an die A Plus Detektei Stuttgart herangetragen wurde. Der Schaden: 140.000 Euro.

Stehen Sie mit jemanden in Verbindung und sind nicht ganz sicher, ob alles wahr ist, was man Ihnen erzählt? Wenn Sie unsicher sind, hilft Ihnen ein Detektiv unseres Teams dabei, die Wahrheit herauszufinden.

Wir überprüfen die Person ganz diskret, damit Sie nicht einem Betrüger beim Scamming über Hangouts aufsitzen. Sehr schnell haben Sie dann Gewissheit. Lassen Sie sich im Zweifel darum jetzt beraten.

1. Sie schildern uns Ihr Anliegen über das Kontaktformular, per Telefon oder per E-Mail. Jede Anfrage wird streng vertraulich behandelt.

2. Wir prüfen Ihren Fall umgehend und melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück. In der Regel erfolgt eine Antwort noch am Tag der Anfrage.

3. Im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung prüfen wir Ihre Handlungsoptionen und finden gemeinsam die für Sie sinnvollste Lösung.
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