Vorsicht: Betrug mit Zahlung per PCS MasterCard ®

Eine beliebte Betrugsmasche aus Ländern in Afrika, in denen die Bewohner Französisch sprechen, sieht vor, dass die Opfer per PCS MasterCard ® Geld überweisen. Die Betrüger geben sich dabei als Franzosen aus.

Was ist die PCS MasterCard®?

Die Prepaid PCS MasterCard ist eine Prepaid-Bezahlkarte. Nutzer müssen das Geld im Vorfeld auf diese Karte einzahlen und können dann mit der Karte wie mit einer normalen Bankkarte oder Kreditkarte bezahlen. Dafür benötigt man kein Bankkonto und hat keine vertraglichen Bindungen mit dem Herausgeber der Karte.

Vorsicht: Betrug mit Zahlung per PCS MastercardDer Vorteil für die Nutzer: Sie können damit im gesamten MasterCard®-Netzwerk Geld bezahlen und abheben. Weltweit sind das etwa 34 Millionen Verkaufsstellen weltweit.

Besonders beliebt ist die Karte in Frankreich. Dort können Nutzer die Karten sofort in über 32 000 Verkaufsstellen in Frankreich aufladen.

Wie funktioniert der Betrug?

Die Täter geben sich regelmäßig als Franzosen aus. Sie nutzen dabei falsche Identitäten sowohl als Mann oder auch als Frau. Zur ersten Kontaktaufnahme nutzen sie zahllose verschiedenen Maschen. Die beliebtesten sind:

Die Masche mit der Wohnungsvermietung

Die Täter haben eine günstige Wohnung in Frankreich inseriert. Viele Menschen, die auf der Suche nach einer Wohnung dort sind, melden sich per Telefon oder E-Mail bei dem vermeintlichen Vermieter.

Alsdann wird den Opfern suggeriert, sie hätten gute Chancen, die Wohnung anzumieten, weil das Opfer angeblich am besten den Vorstellungen des angeblichen Vermieters als neuer Mieter entspricht. Die Täter fordern die Opfer auf, Unterlagen einzureichen. Das sind Dokumente wie:

  • Eine Fotokopie des Ausweises (Nationaler Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltserlaubnis).
  • Die letzten drei Gehaltsabrechnungen (wenn Sie ein Mitarbeiter sind).
  • Der letzte Steuerbescheid oder der eines Bürgen.
  • Einen Arbeitsvertrag (wenn man Angestellter ist).
  • Die letzten drei Mietzahlungen an den bisherigen Vermieter.
  • Eine Kaution von 750€ pro PCS Coupon (1 Monatskaution und 1 Monatsmiete).

Hier kommt der PCS Coupon ins Spiel. Man fordert das Opfer auf, 3 PCS MasterCard® Coupons zu je 250 Euro entweder in einem Tabakgeschäft in Frankreich zu kaufen oder den Betrag online zu erwerben. Dazu zahlt man das Geld entweder bar oder per Kreditkarte ein und erhält den Coupon. Nach dem Einzahlen erhält man einen Aufladecode. Dieser ist wie Bargeld.

Dem Opfer wird suggeriert, diese Anzahlung sei nötig, um die Vermietung abwickeln zu können.

Vor Unterzeichnung des Mietvertrages, der das Opfer zum angeblichen neuen Mieter der Räumlichkeiten macht, müssen die Opfer die Nummern auf den PCS-Tickets als Nachweis und Zahlung an den Täter geben.

Täter wollen Opfer in Sicherheit wiegen

Alsdann versuchen die Täter ihr Gegenüber in Sicherheit zu wiegen. So schreiben Sie Dinge wie:

Die PCS MasterCard ®Coupons bedeuten nicht, dass Sie mir ohne Besuch Geld schicken. NEIN. Es ist nur eine Anzahlung, um mir Ihren Wunsch zu garantieren, die Wohnung zu mieten, denn verstehen Sie, dass Sie nicht die einzige Person sind, die an dieser Wohnung interessiert ist. Außerdem sind in der Vergangenheit Interessenten mehrmals nicht bei vereinbarten Terminen gewesen. Wenn Sie also immer noch interessiert sind, kaufen Sie bitte die PCS Coupons und bestätigen Sie es mir per E-Mail mit einem Foto oder einer Kopie der Aufladungen.

Die vollständige Akte mit den PCS-Tickets wird am Tag des Termins nach dem Besuch, der Unterzeichnung des Mietvertrages und der Schlüsselübergabe gegen Mietzinsbestätigung und Kopien des Grundstückstitels und unserer Ausweispapiere von Hand übergeben. Aber nach der Unterzeichnung des Mietvertrages hinterlassen wir Ihnen unsere IBAN, so dass die folgenden Mieten automatisch auf unser Bankkonto überwiesen werden können.

Falls der Mietvertrag aus irgendeinem Grund nicht unterzeichnet wird, müssen Sie uns Ihre PCS-Tickets nicht geben. Sie geben die einfach dort zurück, wo sie sie erworben haben und erhalten das Geld zurück.

Der gefälschte Pass einer BetrügerinPs: Ich habe dir eine Kopie meines Ausweises als Anhang hinterlassen, damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben.

Dazu geben die Täter noch eine Telefonnummer an, unter der man SMS Nachrichten schicken könne und die angebliche Adresse der Wohnung.

Hat man den Code auf dem Coupon einmal an den Täter gegeben, ist das Geld sofort weg, weil dieser mit diesem Code das Geld anonym auf eine andere Karte transferieren kann. Die genannte Adresse ist falsch und die Ausweiskopie gefälscht.

Der Trick mit der Erbschaft in Afrika

Bei dieser Masche geben sich die Täter entweder als Mann oder Frau aus und gehen im Internet auf die Suche nach Partnern des anderen Geschlechts. Dazu nutzen sie gestohlene Fotos. Ein Beispiel: Eine angeblich attraktive Französin schreibt mit deutschen Herren. Man versteht sich gut und spricht irgendwann von einer gemeinsamem Zukunft.

Dann muss die Dame nach Afrika reisen, weil sie dort eine Erbschaft gemacht hat. Die Reise führt zunächst in einen harmlos klingenden Staat wie beispielsweise Marokko. Von dort aus ist es notwendig, zur Abwicklung der Erbschaft in die Elfenbeinküste weiter zu reisen. Dort kommt es zu Problemen. Das können sein:

  • Steuern sind zu zahlen
  • Bargeld oder Kreditkarte verloren, so dass das Hotel nicht mehr bezahlt werden kann
  • Arztrechnung oder gar Krankenhausrechnung nach einem Unfall
  • und andere Vorwände, um Geld zu fordern

Der Mann in Deutschland wird aufgefordert, kurzfristig zu helfen. Das Geld bekäme er sofort zurück, da die Dame ja in Kürze zu ihm nach Deutschland käme, um die gemeinsame Zukunft zu beginnen. Dazu soll der Mann ganz einfach PCS-TICKETS kaufen und ihr die Codes schicken. Natürlich sieht der Mann das Geld nie wieder und die Frau sowieso nicht.

Die Masche als Polizeibeamte

Wenn der Betrug funktioniert hat folgt die nächste Aufforderung zur Zahlung. Das geht so lange, bis das Opfer endlich Verdacht schöpft und nicht mehr bezahlt. Natürlich gibt es regen Schriftverkehr zwischen Täter und der betroffenen Person. Dabei äußert diese den Verdacht, den der Täter weit von sich weist.

Kurze Zeit später meldet sich per E-Mail angeblich die Polizei. Interpol sei an einer Betrugssache dran und man habe festgestellt, dass der Geschädigte mit einer Betrügerin in Verbindung stehe. Die Polizei wolle die Täterin nun überführen. Dazu bedarf es der Mithilfe des Geschädigten. Nur so könne der Geschädigte sein bisher gezahltes Geld zurück bekommen.

Um die Täterin in eine Falle zu locken solle das Opfer nochmal PCS-TICKETS erwerben. Die Nummern solle sie zuvor an den angeblichen Beamten von Interpol melden. Danach solle man die Tickets an die Täterin schicken, damit diese beim Einlösen sofort festgenommen werden könne.

Natürlich hat hier weder die Polizei noch Interpol geschrieben. Es war die gleiche Tätergruppe, mit der der Mann schon zuvor geschrieben hatte, nur dass er nochmal zur Kasse gebeten wurde. Auch dieses Geld ist dann weg.

Beratung durch Detektive bei Betrug mit PCS MasterCard®

Stehen Sie mit einem angeblichen Franzosen oder einer Französin in Kontakt? Sollen Sie Geld per PCS MasterCard® zahlen? Machen Sie das nicht, wenn Sie die Person nicht ganz sicher persönlich kennen.

Die vorgenannten Maschen funktionieren nicht nur mit der PCS MasterCard®, sondern auch per Western Union oder MoneyGram in ganz ähnlicher Weise.

Im Zweifel sprechen Sie mit einem Privatdetektiv aus unserer Abteilung zur Bekämpfung von Internetbetrug. Er berät Sie diskret und unverbindlich, damit Sie nicht zum Betrugsopfer werden.

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