Liebesbetrüger aus Frankreich – erkennen Sie die Falle

  • Haben Sie im Internet einen Mann kennengelernt, der aus Frankreich stammt?
  • Hat sich der Kontakt intensiv entwickelt und es ist von Liebe die Rede?

Was sich so gut anfühlt ist möglicherweise gar nicht wahr, denn immer häufiger kommt es zu Fällen, bei denen sich afrikanische Betrüger als Franzosen ausgeben, um Frauen aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich um ihr Geld zu bringen. Sie haben es dann mit einem Liebesbetrüger aus Frankreich zu tun, der in Wirklichkeit aus der Elfenbeinküste, Togo oder dem Benin ist.

Wie die Betrugsmaschen ablaufen und wie Sie rechtzeitig die Gefahr erkennen, lernen Sie in diesem Artikel.

Sie lernen einen Franzosen über das Internet kennen

Die Geschichte startet meist ganz harmlos. Über eine Plattform im Internet oder soziale Medien lernen Sie einen netten Franzosen kennen. Auf den Bildern sieht es sympathisch aus und was er schreibt, hört sich so gut an.

Er schmeichelt Ihnen und macht Ihnen viele nette Komplimente. Eigentlich sagt er Ihnen genau das, was wohl alle Frauen hören wollen.

Der Kontakt entwickelt sich rasend schnell und er schreibt Ihnen täglich sehr oft. Schon nach geraumer Zeit fühlt es sich an, als sei er fester Bestandteil Ihres Lebens.

Irgendwann denken Sie drüber nach, Ihren Franzosen live und in Farbe zu treffen. Er ist begeistert und freut sich darauf, Sie zu sehen. Aber er muss vorher noch schnell nach Afrika.

Er muss nach Afrika reisen

An diesem Punkt der Geschichte können sehr viele verschiedene Gründe auftreten, warum er schnell und dringend nach Afrika reisen muss. Die wohl häufigsten Begründungen sind:

  1. In der Elfenbeinküste ist vor einiger Zeit der Vater gestorben und hat dort ein großes Erbe hinterlassen. Darum gilt es sich nun zu kümmern, damit es endlich zur Auszahlung kommt. Dazu muss er zu der Bank und zu einem Notar.
  2. Er ist Geschäftsmann und betreibt einen Auto Im-und Export. Er muss vor Ort einen großen Deal abwickeln für den Automobilservice Export von Afrika nach Europa.
  3. Als internationaler Kakaohändler muss er vor Ort in Afrika ein großes Geschäft abwickeln.

Diese Liste lässt sich fortsetzen. Gemeinsam haben alle Geschichten eines: Der Aufenthalt in Afrika ist unumgänglich und dringend. Sobald er aus dem afrikanischen Land zurück ist, will er unmittelbar zu Ihnen kommen, um Sie endlich in seine starken Arme zu schließen.

Das Reiseziel kann durchaus variieren, allerdings ist es immer ein französischsprachiges afrikanisches Land. In den meisten Fällen sind es:

  • Elfenbeinküste (République de Côte d’Ivoire)
  • Benin
  • Togo
  • Burkina Faso
  • Kongo (beide existenten Staaten)
  • Guinea
  • Mali
Der Liebesbetrüger aus Frankreich stammt oft aus Afrika.
Die angebliche Liebesbetrüger aus Frankreich nutzt eine erfundene Afrikareise zum Betrug

Vor Ort kommt es zu widrigen Umständen

Einmal in Afrika angekommen, meldet er sich freudig und berichtet, dass alles seinen Gang nimmt. Doch dann plötzlich kommt es zu Problemen und nicht erwarteten widrigen Umständen. Diese sind von Fall zu Fall anders. Einige typische Geschichten, die besonders häufig erzählt werden, haben wir für Sie zusammengefasst.

Die Regelung der Erbschaft

Der angebliche Franzose Nicolas Dujardin lernte im Internet eine Dame kennen. Er sei Immobilienmakler, habe 2 Jahre in Deutschland gelebt und könne daher auch etwas Deutsch.

Dann musste er plötzlich an die Elfenbeinküste, um Erbschaftsangelegenheiten seines Vaters zu erledigen. Der Schriftverkehr läuft über WhatsApp, doch zu einem Telefonat ist es noch nicht gekommen, da er sich für seine schlechte Aussprache schäme.

Nun habe er ein Problem. Ihm sei in der Elfenbeinküste seine Brieftasche gestohlen worden. Weil er aber die Bankspesen für die Kontofreischaltung begleichen und die Notarkosten sofort decken müsse, brauche er dringend finanzielle Hilfe, die er später zurückzahlen sofort wolle.

Der Krankenhausaufenthalt in der Elfenbeinküste

Der selbständige Kaufmann Patrick Mays Montary ist während seiner Geschäftsreise in der Elfenbeinküste erkrankt. Nun muss er die Krankenhauskosten vor Ort in bar bezahlen, sonst darf er nicht weg. Würde er das nicht machen, bekäme er eine Anzeige und die Polizei wolle ihn sonst verhaften. Die Kosten seien sofort fällig. Sein Sohn habe kaum noch was zu Essen und Hilfe dringend notwendig.

Das konfiszierte Gepäck

Der Franzose Alain Grigori reiste nach Afrika, um dort ein Kunstwerk zu erwerben. Er gab an, sich bei der Einreise zur Absicherung bei der französischen Botschaft in Abidjan angemeldet zu haben. Bereits am nächsten Tag rief er, um der Dame seines Herzens zu sagen, dass etwas schief gelaufen sei. Sein gesamtes Gepäck sei konfisziert worden und er benötige 2.300 €, um sie dem Zoll zu übergeben und das Land verlassen zu können.

Er gibt an, bei einem Zollbeamten untergekommen zu sein, der inzwischen sein Konto zur Entgegennahme des Geldes zur Verfügung gestellt zu haben. Er weiß offensichtlich keinen Ausweg, spricht von Suizid und fordert dringend finanzielle Unterstützung, weil auch seine Bankkarte nicht mehr funktioniere.

Die französische Botschaft in Abidjan habe ihm lediglich geraten dem Folge zu leisten, was die örtlichen Zollbeamten ihm sagen. Dazu brauche er aber schnell Geld, das er selbstredend später zurückzahlen will.

Der Überfall in Abijan

Nachdem Paul Dubois wegen des Kaufs von Autos mit viel Bargeld nach Abijan gereist ist, wird er vor Ort überfallen. Jetzt muss er schnell Geld haben, weil er den Zoll bezahlen muss. Sonst bekäme er seine Autos nicht außer Landes. Das meiste Geld habe er sich von Freunden schicken lassen, aber etwas fehle noch.

Da bei dem vermeintlichen Überfall sowohl Geldbörse, Kreditkarten als auch der Pass gestohlen wurden, muss er nun sofort 1500 € haben, um sich einen neuen Pass ausstellen zu lassen und sich etwas Essen kaufen zu können.

Immer will der Betrüger Geld

Gemeinsam ist all diesen Geschichten eines: Am Ende will der Mann, der angeblich Franzose ist, Geld von der Frau, die ihn nur aus dem Internet kennt. Die Masche baut der Betrüger stets auf Vertrauen auf.

Das Geld sollen Sie auf ein Konto überweisen oder in Bitcoins transferieren. Alternativ bittet man um Bargeld in Euro oder Dollar per

  • Western Union
  • RIA
  • MoneyGram.

Fast immer geben sich die afrikanischen Täter als Franzosen aus. Das macht es leicht für sie, weil sie die gleiche Muttersprache haben. Hin und wieder geben sie sich als Franko-Kanadier oder Schweizer aus. In beiden Ländern gibt es Landesteile, in denen Französisch die Amtssprache ist. Insbesondere in der kanadischen Provinz Québec ist es die einzige Amtssprache.

Die Täter bereiten sich auf den Betrug gut vor. Sie arbeiten mit aus dem Internet entwendeten Fotos anderer Menschen, fälschen Bilder von Pässen, um sich eine echte Identität zu geben und erstellen Dokumente, die amtlich und glaubwürdig aussehen.

Wir finden heraus, ob er ein Liebesbetrüger aus Frankreich ist

Stehen Sie mit einem Mann – manchmal sind es auch Frauen – in Verbindung, der eigenen Aussagen zur Folge aus Frankreich ist und den Sie im Internet kennengelernt haben?

Bevor Sie in eine Falle laufen und auf einen Betrüger hereinfallen, sichern Sie sich besser ab. Denken Sie immer daran, dass es im Netz sehr viele Betrüger im Internet gibt, die es nur darauf abgesehen haben, andere zu betrügen. Man nennt das Scamming aus dem Englischen für „betrügen“ und den Liebesbetrug Romance Scamming – manch eine Frau ist schon Opfer geworden von Scamming geworden.

Im Zweifelsfall sprechen Sie mit einem Detektiv unseres Hauses. Wir haben umfassende Erfahrung in der internationalen Überprüfung von Menschen. Ganz diskret erstellen wir eine Personenauskunft zu dem Mann. So wissen Sie ganz genau, woran Sie sind und laufen nicht Gefahr, dass Sie jemand hereinlegt und Ihnen emotional und finanziell schadet. Lassen Sie sich darum jetzt beraten, vor Sie ein Opfer von Betrug werden.

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