Autor: Jochen Meismann
Im Internet lauern viele Gefahren, und Betrüger nutzen oft kreative Methoden, um ahnungslose Opfer um ihr Geld zu bringen. Eine besonders gängige Betrugsmasche ist die Frage nach Codes von iTunes-Geschenkkarten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie diese Masche funktioniert, wie Sie sich schützen können und was Sie im Fall eines Betrugs tun sollten.
Betrüger im Internet geben sich stets als vertrauenswürdige Personen aus, wenn sie ihre Opfer ausnehmen wollen. Sie nutzen die Gutgläubigkeit ihrer Zielpersonen und fordern schließlich Geld – häufig in Form von iTunes-Geschenkkarten oder Amazon-Gutscheinen. Diese Karten sind bei Betrügern beliebt, da sie wie Bargeld funktionieren und nicht zurückverfolgt werden können.
iTunes-Karten und Amazon-Gutscheine sind für Betrüger ideal, weil:
Jochen Meismann, Geschäftsführer der Detektei A Plus, warnt: „iTunes ist ein seriöses Produkt, aber viele Menschen verstehen nicht, wie es funktioniert. Darauf bauen die Betrüger.“

Ein gängiges Szenario: Betrüger geben sich mit gestohlenen Fotos als US-Soldaten aus, die in Afrika stationiert sind. Sie kontaktieren hauptsächlich Frauen mittleren und fortgeschrittenen Alters und bauen eine emotionale Beziehung auf. Irgendwann behaupten sie, aufgrund von Problemen im Ausland nicht an ihr Geld zu kommen, und bitten um Hilfe. Das Opfer soll iTunes-Geschenkkarten kaufen und die Codes weitergeben, um „Telefonguthaben“ zu ermöglichen.
Fallbeispiel: Eine 52-jährige Frau aus München wurde über eine Dating-Plattform kontaktiert. Der angebliche Soldat bat sie nach einer Zeit des Chattens mit immer neuen Vorwänden um iTunes-Karten im Wert von 6.500 Euro, um „dringend notwendiges Guthaben“ zu erhalten. Erst als sie von unserer Detektei beraten worden war, realisierte sie, dass sie betrogen worden war.
Eine weitere gängige Masche ist der sogenannte Enkelkind-Trick. Betrüger rufen ältere Menschen an und geben sich als deren Enkel aus. Sie behaupten, in einer Notlage zu stecken und dringend Geld für eine Kaution zu benötigen. Das Opfer wird aufgefordert, iTunes-Karten zu kaufen und die Codes durchzugeben. Sobald die Codes übermittelt sind, ist das Geld weg.
Fallbeispiel: Ein 78-jähriger Rentner aus Hamburg erhielt einen Anruf von einem Mann, der sich als sein Enkel ausgab. Der Betrüger behauptete, er sei im Ausland in Schwierigkeiten geraten und benötige dringend 3.000 Euro für eine Kaution. Der Rentner kaufte iTunes-Karten und gab die Codes durch. Erst nach einer Beratung bemerkte er den Betrug.
Betrüger nutzen für ihre Masche computergenerierte Rufnummern, um ihre Opfer zu täuschen. Diese Technik, auch „Spoofing“ genannt, ermöglicht es den Tätern, ihre wahre Identität zu verschleiern und vertrauenswürdig zu erscheinen. Dabei wird die Rufnummer so manipuliert, dass auf dem Display des Opfers eine vertrauenswürdige Nummer erscheint – zum Beispiel die einer Behörde, eines Unternehmens oder sogar eines Familienmitglieds.
Wie funktioniert das?
Fallbeispiel: Eine Frau aus Berlin erhielt einen Anruf von einer Nummer, die angeblich von ihrer Bank stammte. Der Anrufer behauptete, ihr Konto sei kompromittiert und sie müsse iTunes-Karten kaufen, um es zu sichern. Die Frau fiel auf die Masche herein und verlor 1.000 Euro.
Betrug mit iTunes-Karten und ähnlichen Methoden kann tatsächlich jeden treffen. Doch mit der richtigen Vorsicht und ein paar einfachen Maßnahmen können Sie sich effektiv schützen. Befolgen Sie dazu unsere Tipps:
Betrug mit iTunes-Karten ist eine weit verbreitete Masche im Internet, die viele Menschen finanziell schädigt. Wenn Sie die oben genannten Tipps befolgen, schützen Sie sich effektiv vor solchen Betrugsversuchen. Denken Sie immer daran: Geben Sie niemals Codes von Geschenkkarten an unbekannte Personen weiter, denn es ist wie Bargeld, das Sie verschenken. Lesen Sie auch, wie schwer es ist, einen Instagram Fake Account erkennen zu wollen.
Wenn Sie glauben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein oder sich unsicher sind, ob eine Person vertrauenswürdig ist, wenden Sie sich an einen Privatdetektiv. Die Detektei A Plus hilft Ihnen weiter:
