Liebesbetrug eines Heiratsschwindlers aus Nigeria

Heiratsschwindel: Die große Liebe zerplatzte wie eine Seifenblase

Heiratsschwindler aus Nigeria - Detektei warntIch heiße Uta und möchte hier meine wahren Erlebnisse mit einem Betrüger offen legen.

Wie groß war die Freude, dass ich jemanden im Internet fand, der zu mir passen könnte. Zu spät kamen mir die Zweifel meiner Freundin wegen des Reisepasses wieder in Erinnerung.

Bei meinen Recherchen im Internet und stieß auf das Handbuch „Romance Scammer“ der Detektei A Plus. Ich rief dort an und wurde sehr ausführlich und gut beraten.

Es begann mit einer Annonce auf partner.de

Ein sympathisches, lebensfrohes Foto, ein ansprechendes Profil, einige Gemeinsamkeiten. Ich beschloss, Kontakt zu Thomas …, geboren in Edinburgh/Schottland, wohnhaft zuletzt in den USA und aktuell seit einem guten halben Jahr in Deutschland (Hannover und Berlin), aufzunehmen.

In seiner Antwort gab er mir direkt seine Handynummer und bot mir an, dass wir uns per WhatsApp austauschen könnten. Da ich sowieso nur ein Probe-Abo auf der Plattform hatte, kam mir das sehr recht. Ich schrieb ihm auf WhatsApp.

Er antwortete in gebrochenem Deutsch und fragte, ob ich auch Englisch verstehen würde. Die ganze Kommunikation lief ab dann auf Englisch, was einerseits durchaus meinen Ehrgeiz entfachte, andererseits viele Worte, die einem auf Deutsch vielleicht plump vorgekommen wären, im Englischen eine total faszinierende Wirkung auf mich hatten. Die Kommunikation ging sehr schnell voran.

Seine Komplimente taten mir gut

Er war sehr interessiert an mir, machte Komplimente und wir sprachen auch schon bald über Zukunftsträume. Zwar noch nichts konkretes gemeinsames, aber Vorstellungen an das weitere Leben und an eine Beziehung.

Hauptbestandteil waren immer Worte wie Ehrlichkeit und Vertrauen, was mir persönlich nach einer anderen Erfahrung sehr nahe kam. Auch der Hinweis, dass er gläubiger Christ sei, trug dazu bei, dass das Bild für mich immer runder wurde.

Er hatte einen kleinen Sohn (3,5 Jahre), dessen Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sei. Auch er habe seitdem einige Enttäuschungen in Beziehungen erlitten und wir schienen auch da eine gemeinsame Basis zu haben.

Endlich, ein persönliches Treffen stand bevor

Nach ca. einer Woche hatte ich das Gefühl, dass hier etwas ganz Wunderbares entstehen könnte und war bereit für ein Treffen. Er kam mir mit diesem Gedanken zuvor. Er schrieb mir, dass er sich sehr gerne mit mir treffen würde.

Leider habe er aber gerade eine Ausschreibung gewonnen und müsste beruflich für 2 – 3 Wochen nach Nigeria, um dort in seiner Funktion als Bauingenieur eine Gaspipeline aufzubauen. Ja, das war natürlich schade, aber gab uns andererseits die Möglichkeit, uns noch weiter und intensiver kennenzulernen und dem Tag X entgegenzufiebern.

Glücklicherweise konnte er auch auf eine Internetverbindung zurückgreifen, die nicht immer stabil war, aber im Großen und Ganzen funktionierte, so dass wir weiterhin per WhatsApp und auch per Mail in Verbindung bleiben konnten.

Wir haben auch einmal versucht zu telefonieren. Die Verbindung war aber sehr schlecht und so wir blieben beim schriftlichen Kontakt. Dieser intensivierte sich, nahm an Liebesbekundungen zu und war einfach herzerwärmend.

Nach gut 1,5 Wochen sagte er, dass er so langsam fertig werde und dass ein paar Inspektionen anstünden. Wenn die alle erfolgreich verliefen, könnte er zurück nach Deutschland kommen. Er schlug vor, direkt aus Lagos zu mir zu fliegen, was mich natürlich sehr freute. Endlich sollte ich ihn persönlich treffen!

Der Flug wurde gebucht, die Flugbuchung schickte er mir zu, ebenso einen Scan seines Ausweises. Was ich damit sollte, war mir nicht ganz klar. Später erklärte er mir, dass das ein sehr großer Vertrauensbeweis sei, weil so etwas sonst kein Amerikaner machen würde.

Da ich mich darüber freute und auch das Bild durchaus ansprechend fand, habe ich den Ausweis an meine besten Freundinnen weitergeleitet, deren Reaktion etwas weniger überschwänglich ausfielen als meine. Aber das wollte ich natürlich nicht hören.

Erste Komplikationen verhinderten das Treffen: Unfall in Nigeria

Die ersten beiden Inspektionen auf der Baustelle seien erfolgreich verlaufen. Zwei Tage später schrieb er mir dann, dass es nachts einen Unfall gegeben habe. Zwei Bauarbeiter seien im Krankenhaus und eine Maschine sei kaputt. Er müsse nun erst mal alle Schäden genau aufnehmen und habe nun Angst, dass es mit dem geplanten Flug nicht klappen werde.

Am Abend beschrieb er mir dann das genaue Ausmaß des Unfalls: Über 32.000 $ kämen auf ihn zu. Meine Frage, warum er dafür selbst haftbar sei, konnte er genauso gut und plausibel erklären wie meine diversen Vorschläge zur Lösung des Problems abschmettern.

Er habe nur wenige Freunde, schon gar keine, die er um Geld anbetteln würde. Zur Familie seiner verstorbenen Frau habe er keinen Kontakt mehr. Die Bank würde ihm nur 15.000$ geben; das wäre das Limit. Das Konsulat greife nur in lebensbedrohlichen Situationen ein, also auch da sei keine Hilfe zu erwarten. Mit seinem eigenen Ersparten würden ihm nun noch 7.000 $ fehlen.

Er war enttäuscht, weil ich ihm nicht bedingungslos vertraute

Er hat nie direkt gefragt, ob ich ihm das Geld geben könne. Auf der anderen Seite hat er deutlich gemacht, dass er ohne Zahlung der gesamten Summe nicht aus diesem Land rauskomme und ob ich das mit verantworten wolle.

Auf meine Rückfrage, ob er nun also mich um das Geld bitten möchte, sagte er dann, dass er sehr beschämt sei und er nie in eine solche Situation habe kommen wollen. Aber wenn ich bereit sei, das für ihn – und für uns – zu tun, dann wäre er sehr dankbar.

Daraufhin schrieb ich ihm, dass ich zwar grundsätzlich Vertrauen zu ihm habe, mir aber andererseits für einen so hohen Geldbetrag der persönliche Kontakt fehle und dass ich ihm leider nicht helfen könne. Es folgte eine moralische Diskussion über Vertrauen, er sei enttäuscht, dass ich ihm anscheinend doch nicht so sehr vertraue wie er es gefühlt hatte. Das sei sehr schade, weil er mir bedingungslos vertraue.

Es tat schon weh, aber mit vielen erklärenden Worten meinerseits schien es, als lenke er langsam ein und verstehe mich. Ich versprach ihm zu schauen, ob ich irgendwie anders helfen könne, indem ich für ihn einen Kredit besorge, den er dann abbezahle. Ich war ja sehr wohl bereit, ihm – und vor allem auch dem kleinen Sohn – zu helfen. Eben nur nicht mit meinem eigenen Geld.

Plötzlich erkrankte sein Sohn

Als weiteres „Druckmittel“ kam dann noch die Information, dass er sich sehr große Sorgen um seinen Sohn mache, der hohes Fieber habe. Kurz darauf kam die Diagnose: Malaria.

Ich war einerseits geschockt und andererseits alarmiert: Kann man wirklich so viel Pech auf einmal haben? Und wenn ja, warum hilft dann die Botschaft nicht, gerade eine US-Botschaft!?

Zwar trat kein finanzieller Verlust ein, dafür aber der Schmerz und die Enttäuschung

Plötzlich kamen mir die Zweifel meiner Freundin bzgl. des Reisepasses wieder in Erinnerung. Am nächsten Morgen recherchierte ich im Internet und stieß auf das Handbuch „Romance Scammer“ der Detektei A Plus. Ich rief dort an und hatte eine kompetente Mitarbeiterin am Apparat.  Der erzählte ich die Geschichte und sie bot mir an, den Pass zu überprüfen. Das habe ich gerne angenommen – und siehe da: Schon bald kam der Rückruf, dass der Pass viele Fehler und Ungereimtheiten aufwies.

Da damit die Sachlage für mich ganz klar war, nahm ich noch mal unter einem Vorwand Kontakt auf und als Thomas sich säuselnd (und vermutlich hoffnungsvoll bzgl. des Geldes) meldete, warf ich ihm an den Kopf, dass er und seine Kumpanen verdammte Arschlöcher seien.

Ich ging fest davon aus, dass keine weitere Reaktion folgen würde, weil ich die Truppe ja enttarnt hatte – aber weit gefehlt. Es kamen viele Rückfragen, was denn mit mir los sei, womit er das verdient und warum ich meine Meinung geändert habe. Ich gab ihm ein paar Antworten, unter anderem die Info zu dem falschen Pass.

Er sei damit um die Welt gereist und kein elektrischer Scanner dieser Welt habe ihn als falsch entlarvt. Ich mit meinen „dreckigen Augen“ würde sehen, dass er gefälscht sei!? Ich brachte als Druckmittel auch die deutsche Polizei ins Spiel, um ihn unsicher zu machen. Aber auch dann gingen die Vorwürfe weiter. Gar nicht bösartig, vielmehr blitzte immer wieder auf, wie enttäuscht er sei, dass ich ihm so wenig vertraue.

Habe ich ihm vielleicht Unrecht getan?

Phasenweise war ich gedanklich wirklich so weit, dass ich dachte, vielleicht habe ich ihm wirklich Unrecht getan und gerade die größte Chance meines Lebens vermasselt. Ich bat ihn um ein Foto von ihm und seinem Sohn zum Beweis. Darauf habe ich einen ganzen Abend und eine ganze Nacht gewartet, was natürlich total unglaubwürdig war.

Am nächsten Morgen schrieb er mir, ob ich wirklich so dumm sei zu glauben, dass, nach allem was ich ihm vorgeworfen hatte, er mir noch ein Bild von sich, geschweige denn seinem Sohn schicken würde? Schon wieder ein Punkt für ihn. Trotzdem hielt ich an meiner Entscheidung fest, kein Geld zu überweisen und bat ihn lediglich darum, falls er doch der „Richtige“ sei, sich zu melden, wenn er wieder in Deutschland sei. Dann würde ich ihm gerne alles erklären.

Jetzt ist der Kontakt beendet

Seitdem ist die Kommunikation beendet. Ich rechne nicht damit, dass ich jemals wieder etwas von ihm höre – und selbst wenn, wäre ich bei einem persönlichen Treffen weiterhin sehr vorsichtig.

Die ganze Geschichte dauerte nur drei Wochen. Ich bin finanziell nicht zu Schaden gekommen. Wenn ich Geld überwiesen hätte, wäre es natürlich ärgerlich. Aber es wäre für mich eine Art Lehrgeld gewesen.

Was viel schwerer wiegt – und ich denke, damit spreche ich anderen betroffenen Frauen aus der Seele – ist die Tatsache, dass die große Liebe, an die ich wirklich geglaubt habe, wie eine Seifenblase zerplatzt ist. Und das tut verdammt weh.

Ich ertappe mich immer wieder, wie ich sehnsüchtig auf das Handy schaue, ob er geschrieben hat, obwohl ich genau weiß, dass er ein Betrüger ist bzw. er selbst ja gar nicht existiert. Der Schmerz und die riesige Enttäuschung aber bleiben.

Jeder Mann, der irgendwann vielleicht mal in mein Leben treten sollte, wird es verdammt schwer haben, mein volles Vertrauen zu gewinnen – das wiederum macht mir Angst.

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