Ein Autohändler aus Columbus ist ein Liebesbetrüger

Ein angeblicher Autohändler aus den USA erweist sich als betrügerischer Afrikaner, der mit Liebesschwindel an das Geld von Frauen kommen wollte.
DETEKTIV EINSCHALTEN

Erfahrungsbericht über afrikanische Heiratsschwindler und Liebesbetrüger von Gerda

Ich bin Mitglied in der ahano-comunity, einer Gemeinschaft für Senioren ab 55. Eines Tages fand ich in meinen Nachrichten eine in englischer Sprache verfasste Mail von einem gewissen Rick Scott Carter, dass ihn mein Bild und mein Profil fasziniere und mir eine persönliche E-Mail-Adresse mitteilte, damit wir „Bilder austauschen“ könnten.

Ich bin zwar selbstbewusst, leide zum Glück aber nicht an Selbstüberschätzung. Darum fragte ich mich von Anfang an, was er an dem Bild (ein nichts sagendes Passfoto) fand.

Meine Tochter war vom ersten Moment in diese Story einbezogen und wir stellten die wüstesten Vermutungen an: Frauenmörder, Heiratsschwindler, Mann mit Ödipus-Komplex, da er 19 Jahre jünger war als ich und wirklich blendend aussah.

Er stellte sich als wohlhabender Autohändler im Im- und Export vor, wohnhaft in Columbus, Ohio. Selbstverständlich war er Single, wobei sich mir die Frage aufdrängte: Warum hat dieser gut aussende Mann keine Frau?

Angeblich kommt der Heiratsschwindler aus Columbus, Ohio.

Ein reger E-Mail Verkehr beginnt

Seine E-Mails waren lang und voll Bewunderung für mich und entwickelten sich in einem atemberaubenden Tempo zu schwülstigen Liebesbriefen. Innerhalb einer Woche schrieb er: „I cannot wait for the moment, I finally can say you are legal mine.“

Ich dachte noch: „Der kennt mich nicht und will mich heiraten? Ich kenne ihn auch nicht. Merkwürdig! Und überhaupt: solche Briefe schreibt kein Mensch. Nach 2 Wochen teilte er mir mit, dass er eine Autolieferung in Containern nach Accra/Ghana hätte.

Er hätte in dieses Geschäft sein ganzes Geld investiert, aber nach Abschluss des Geschäftes käme er mich besuchen und er könne es kaum erwarten, mich in seine Arme zu schließen. In Accra tauchten sofort die angeblichen Schwierigkeiten auf und dann kam die E-Mail – er müsse eine Hafengebühr zahlen, da die Autos – angeblich alles teure Sportwagen, zu teuer wären und die Kunden die Autos nur noch bezahlter Gebühr übernehmen würden.

Er bat um meine Hilfe – 12.000 Euro – die ich per Western Union Transfer an einen gewissen Felix Mensah in Accra zu senden hätte. Es ginge um sein Leben, seine Existenz, die da im Hafen Accra vor seinen Augen in den Fluten versank.

Das Geld wird nicht gezahlt

Ich sagte nein, ich hätte das Geld nicht und das sonstige Geld sei auf der Bank auf einem Fixkonto, das 3 Monate Kündigungsfrist hätte, worauf er mich sofort bat, zur Bank zu gehen und das Geld zu kündigen.

Der entsprechende skype-chat reichte von Liebesschwüren über Selbstmorddrohungen und Sätzen wie „… Du bist doch mein Partner, meine Frau, wir müssen uns gegenseitig helfen und außerdem zahle ich Dir das Geld sofort zurück – mit Zinsen – wenn ich bei dir bin … .“

Am nächsten Morgen verfasste ich eine deftige E-Mail, dass er sein Buch mit dem Vokabular für Liebesbriefe schließen kann und ich der falsche Fisch an seiner Angel bin, da ich nicht für angebliche Liebe bezahle. Darauf Stillschweigen.

Der Spieß wird umgedreht

Und in der Zwischenzeit hatte sich meine Tochter im Internet schlau gemacht und die Internetseite von der Detektei A Plus mit den Warnungen von Liebesbetrügern im Internet gefunden.

Dann kam mir der Gedanke, diesen Rick Scott Carter ein wenig auf die Folter zu spannen. Ich schrieb also eine E-Mail, in der ich mich tränenreich für meinen „Ausrutscher“ entschuldigte und – da ich ihm doch selbstverständlich gern helfen würde – heute 5.000 Euro an ihn überwiesen hätte.

Mehr Geld könnte ich ihm in ein paar Tagen geben. Sofort kam eine glühende Liebeserklärung und die sofortige Aufforderung, ihm doch den Transfer-Code zu übermitteln (ohne diesen gibt es anscheinend kein Geld). Was sollte ich jetzt tun, ich hatte ja keinen Code?

Das Spiel mit dem Betrüger, auch baiten genannt

Ich schickte eine weitere Mail los und erzählte ihm, ich hätte leider, leider den Zettel mit diesem Code verloren, ich hätte sogar schon die deutsche Polizei über den Verlust informiert.

Anscheinend geriet er etwas in Hektik, und die Liebesschwüre waren nicht mehr so phantasievoll. Und dass mir die deutsche Polizei sehr interessante Sache über „Ghana“ erzählt hätte. Ich bezeichnete ihn ganz offen als Love-Scammer. Und da verriet er sich: Er sagte, die afrikanische Regierung (!) wisse über diese üblen Gerüchte Bescheid und sei sehr aufgebracht deswegen.

Ich fragte: was interessieren einen amerikanischen Geschäftsmann irgendwelche afrikanischen Gerüchte? Obwohl er eigentlich hätte wissen müssen, dass ich Bescheid über ihn weiß, forderte er mich auf, sofort am nächsten Morgen zur Postbank zu gehen und einen neuen Zettel mit dem Transfer-Code zu holen. Er warte online auf mich und den Transfer-Code.

Zwischenzeitlich hat er mindestens 4 E-Mails geschickt, jedes Mal mit der Frage nach dem Transfer-Code und Fragen wie: „Warum behandelst Du mich so schlecht, wo ich Dich mehr als mein Leben liebe …“. Auf den Transfer-Code wird er warten bis er schwarz ist – wenn er es nicht schon ist. Ich bin – zum Glück – ohne finanzielle und seelische Schäden davongekommen. Diese Geschichte wickelte sich innerhalb von genau 24 Tagen ab. Respekt muss ich sagen, Mr. Rick Scott Carter. Menschen, die mit den Betrügern “spielen”, heißen übrigens Romance Scambaiter.

Mehr Infomaterial über Liebesbetrüger

Wenn Sie Fotos bekommen von “tollen” Männern oder smarten Soldaten (mehr dazu im Artikel Betrugsmasche US Soldat), dann können Sie diese schon einmal selber prüfen, ob sie irgendwo anders aufgetaucht sind. Gehen Sie einfach auf unsere Unterseite Personensuche mit Bild. Dort erfahren Sie, wie Sie es machen müssen.

Kommen Sie mit Ihrer Suche nicht weiter? Das Detektivbüro A Plus hilft Ihnen gerne als Ihre Detektei für die USA und andere Länder. Allerdings sind die Dienstleistungen eines Privatermittlers für Sie dann kostenpflichtig. Rufen Sie für eine Beratung an:

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