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DETEKTIV EINSCHALTEN

US-Militärarzt als Heiratsschwindler

Meine Geschichte mit einem Heiratsschwindler

Ein Erfahrungsbericht von H. mit einem angeblichen US-Militärarzt

Leider habe ich zu spät bemerkt, dass es sich in meiner Angelegenheit um Betrug durch einen Heiratsschwindler handelt. Zu spät habe ich realisiert, dass etwas nicht stimmt und zu spät bin ich auf die Seite der Detektei A Plus gestoßen, was mich vor Schaden bewahrt hätte.

Nun kann ich es nicht mehr ändern was geschehen ist, ich kann nur andere Frauen warnen und habe darum meine Geschichte aufgeschrieben.

Angeblicher Arzt beim Militär sucht Frau in Deutschland

Meine Geschichte fängt Anfang Dezember 14 an, als mich im Internet über das Freundeportal www.lokalisten.de ein Bentley-1 anschrieb. (Anmerkung: Die Betrüger gehen auch über Social Media Seiten wie Facebook und Instagram auf die Jagd nach einem Opfer). Er stellte sich als Amerikaner aus Texas vor, der in Hamburg lebte und nach einer ernsthaften Beziehung suchte.

Er gab sich als US-Militärarzt aus, der zurzeit in Kabul/Afghanistan weilte und seinem kommenden Ruhestand in ein paar Wochen entgegen fieberte. Er sei Waise und Witwer und hätte einen 7-jährigen Sohn, für den er eine neue Mutter suche. Anmerkung der Redaktion: Die gleiche Masche funktioniert auch mit der Geschichte als Militärarzt im Jemen oder in Syrien (hier mehr zu Betrugsmasche als Arzt in Syrien).

Schnell merkte ich, dass wir auf einer Wellenlänge lagen. Wir tauschten viele Nettigkeiten und gefühlvolle Weihnachtsgrüße aus. Wir tauschten auch E-Mail-Adressen aus und verbanden uns über Skype, worüber wir zusammen Musik anhörten.

Ich mochte seinen Musikgeschmack. Und wir telefonierten manchmal nächtelang über Skype. Dabei konnte er mich sehen, nur ich durfte ihn aus angeblichen Sicherheitsgründen nicht sehen. Er sei ja in Kabul und wolle keinen Ärger, wenn er gegen die Regeln verstoße. Und die Regeln würden besagen, dass eine Bildübertragung via Skype nicht erlaubt sei.

Bentley Jones (so nennt er sich bei Skype) erzählte mir auch von seinem harten Job als Chirurg in Afghanistan und den verwundeten Soldaten, die er behandeln musste. Ein Patient, den er behandelte, sei nach einem Angriff verstorben; das machte ihn sehr traurig. Als US-Militärarzt lebe man gefährlich und er fürchte um sein Leben.

Gefälschtes Dokument "Certifikate of Deposit"

Die Kiste mit viel Bargeld taucht auf

Bald war von Love die Rede. Liebe – dass ich das in meinem Alter noch erlebe. Bis mein Arzt dann eines Tages anfing, mich in sein Lebensgeheimnis einzuweihen. Er besitze eine Kiste mit sehr viel Bargeld in US-Dollar sowie wichtigen Dokumenten, die ihm zertifizierten, dass er nach seiner Rückkehr in Deutschland eine Privatklinik eröffnen könnte.

Er habe das Geld von seinem letzten General (der jetzt gestorben sei) bekommen für seine guten Dienste als Arzt beim Militär. Ich war allerdings verwundert, woher das Bargeld kam, denn angeblich waren die Konten in Kabul eingefroren. Seinen Worten zur Folge habe er erst nach Austritt aus der Armee wieder Zugriff zu den Konten.

Die Kiste hätte er aus Sicherheitsgründen mit dem Roten Kreuz von Kabul nach Ghana bringen lassen zu einer Firma, die schon öfter für das Militär Aufträge übernommen hatte.

Sein General hatte ihm die Firma Suntech Fast Delivering Service in Accra/Ghana empfohlen. Sie sei sehr seriös. Ich könne sie im Internet finden unter www.sun-fdc.com.

Frei efundenes Zertifikat eines UN-Diplomaten
Gefälschtes Zertifikat der United Nations für den angeblichen US-Militärarzt

Gegen eine Gebühr soll die Kiste nach Deutschland gebracht werden

Nun konnte Bentley die Kiste aber dort nicht länger lassen, da die Firma keine Lagermöglichkeiten hatte. Die Kiste sollte nach Deutschland geschickt werden.

Da er nun nicht in Hamburg war, wollte er die Kiste zu mir nach M. senden. Ich ließ mich drauf ein. Schließlich ging es ja um unsere gemeinsame Zukunft, wie Bentley mir immer wieder einflößte.

Kurz darauf kam die erste Geldforderung von 1800,- Euro für die Lieferung, die innerhalb von 48 Stunden bei mir sein sollte. Ich kratzte das Geld von meiner Kreditkarte zusammen und leistete die Zahlung per Western Union.

Bentley beteuerte mir, dass ich das Geld sofort zurückbekomme, sobald ich die Kiste geliefert erhalte. Er würde mir dann den Code für das Zahlenschloss geben. In der Zwischenzeit würde sich ein Diplomat der UN melden, der alles mit mir regeln würde.

Erfundenes Anit-Terror-Dokument
Gefälschtes Anti-Terror-Zertifikat

Die ersten Probleme mit der Kiste treten auf

Nach etwa 2 Tagen kam eine Mail von dem Diplomaten, der die Kiste begleiten sollte. Er sei in London-Heathrow angekommen aber es gäbe ein Problem, weil die Dokumente nicht vollständig seien.

Es fehle

  1. ein Anti-Drogen Zertifikat
  2. und Anti-Terror Dokument der EU,

welches wieder Geld koste. Bentley hat mir dann gesagt, es sei die letzte Zahlung und unsere Zukunft könne nicht daran scheitern, dass wir die Kiste wegen der geringen Gebühr nicht bekommen.

Also nahm ich einen Kredit auf, denn mein Konto war bereits überzogen. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich das Geld ja sofort nach Erhalt der Kiste wieder zur Verfügung hatte.

Nachdem die Zahlung erfolgte und ich ein Anti-Drogen und Anti-Terror-Dokument der UN bekam, meldete sich der Diplomat wieder. Nun würde noch ein Stempel fehlen wegen der Verspätung, sonst könnte die Kiste nicht weiter transportiert werden. Also habe ich wieder Geld überwiesen.

Das deutsche Anti-Terror-Dokument fehlt angeblich

Zwei Tage später war die Kiste in Hamburg, konnte jedoch nicht weitertransportiert werden, da ein deutsches Anti-Drogen und Anti-Terror-Dokument fehlte. Wegen der Verzögerung – es waren mittlerweile 3 Wochen vergangen – beliefen sich die Kosten auf 22.300,00 €! Das muss man sich mal vorstellen. Natürlich hatte ich das Geld nicht.

Nach Verhandlungen “meines Mannes” – er hatte sich nach einiger Zeit immer als mein Ehemann tituliert – wurden die Kosten auf 11.500,- Euro reduziert, die ich natürlich auch nicht hatte.

Ich habe dann dem vermeintlichen Diplomaten mitgeteilt, dass ich nur max. 5.000,-€ aufbringen könnte. Er akzeptierte. Davon hab ich dann 2.000,- Euro noch über Western Union zahlen können, die anderen 3.000,- Euro hat dann glücklicherweise die Bank nicht mehr zugelassen.

Ich soll mir Geld leihen um mehr überweisen zu können

Der Diplomat machte mir dann Druck; ich solle doch Freunde oder Kollegen fragen, das Geld an meiner Stelle zu senden. Das habe ich natürlich nicht gemacht, denn niemand würde dafür seinen Ausweis vorlegen. Der Diplomat hatte die glorreiche Idee, ich könnte das Bargeld ja in einem DHL Päckchen versenden. Das war mir dann zu viel an Schwachsinn.

Bentley wollte Anfang Februar zu mir kommen, da sein Vertrag abgelaufen war. Er schickte mir seine Flugdaten. Er sollte von Teheran fliegen, da er von Kabul wegen des Kriegs keinen Flug bekam. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass die Entfernung etwa 2.000 km ist. Er hätte den Flug zeitlich nicht geschafft, da ich noch am Vortag nachmittags mit ihm gechattet hatte.

Der Herzensbrecher erscheint nicht am Flughafen

Ich hatte mir 2,5 Wochen Urlaub genommen, um ihn extra vom Flughafen abzuholen. Dorthin sollte sein Flug gehen. Ich freute mich so darauf, Zeit mit ihm zu verbringen. Dann wartete ich am Flughafen geschlagene drei Stunden und niemand kam. Ich machte mir Sorgen, konnte jedoch nichts von der Airline erfahren. Also fuhr ich zwangsläufig wieder heim.

Der Schwindler ist angeblich angeschossen worden

Vier Tage später erhielt ich von einer Mary Raymond eine E-Mail, dass mein “Ehemann” auf dem Weg nach Iran angeschossen und am Arm verletzt wurde. Nun sei er wieder nach Kabul zurückgebracht worden. Sie sei eine iranische Ärztin vom Roten Kreuz, die sich um ihn kümmere.

Sie wollte veranlassen, dass ich in zwei Tagen mit meinem Mann chatten könnte. Bis dahin sei er in Behandlung. Später schrieb sie noch, dass sie in Camp Eggers seien. Ich schaute nach, was Google mir dazu sagen würde und fand heraus, dass das Camp 2014 geschlossen wurde.

Dies teilte ich der Ärztin mit, worauf sie antwortete, dass die meisten Truppen abgezogen seien und nur noch ein paar Einheiten und das Militärhospital existierten. Mit dem Chat hat es dann geklappt, aber es kam nicht viel dabei heraus, als wieder unzählige Liebesschwüre und die Besorgnis um die Box.

Das vertrauliche Gespräch mit einer Freundin öffnete die Augen

Leider habe ich mich erst an dieser Stelle einer Freundin anvertraut, die mich dann schnell auf die Idee gebracht hat, dass es sich um Betrug handeln muss. Ihr fiel ein, dass es ihrer Tante in der Vergangenheit ähnlich ergangen wäre und Sie verwies mich an die Seite der Detektei A Plus. Sie sei auch einem Betrüger verfallen und hätte viel Geld verloren.

Von da an ignorierte ich jegliche Anrufe des Diplomaten, der mir ständig mit Ermittlungen vom Zollamt drohte. Auch reagiere ich nicht auf die E-Mails von Bentley und seiner “Ärztin”, die alle besorgt um mich waren, weil ich mich nicht mehr meldete.

Ich weiß nicht, wie lange das noch geht. Täglich kommen noch Kontaktversuche von allen Beteiligten rein. Mittlerweile kann ich über die Nachrichten nur noch schmunzeln mit Galgenhumor, denn ich weiß, dass er kein US-amerikanischer Militärarzt ist.

Das Ende der Liebesgeschichte – hohe Schulden

Zum Lachen ist mir schon lange nicht mehr. Die nächsten 10 Jahre habe ich darunter zu leiden, denn ich muss hohe Kreditraten abzahlen. Verloren habe ich eine 5-stellige Gesamtsumme. Jeder der das liest, mag nun denken: Wie kann man nur so naiv sein?

Man glaubt nicht, wie schnell man in dieses Netzwerk an Verstrickungen hineinrutschen kann. Die Täter tauchen überall unerwartet auf und arbeiten mit einer derartig skrupellosen und ausgereiften psychologischen Manipulation, die sich ein normaler Mensch nicht vorstellen kann.

Diese Betrüger nennt man Scammer

Ich habe das inzwischen auch in anderen Erfahrungsberichten auf der Seite der Detektei gelesen. Nachdem der angebliche amerikanische Arzt als Heiratsschwindler entlarvt wurde, habe ich viel gelesen zum Thema und habe deshalb diesen Artikel verfasst.

Ich kann nur alle Frauen warnen, sich nicht auf Männer aus fremden Ländern im Internet einzulassen und sich in zweifelhaften Situationen rechtzeitig jemandem anzuvertrauen. Wie man immer sagt: Liebe macht blind. Und das nutzen die Täter bewusst aus.

So war es auch möglich, dass ich viel Geld an fremde Menschen verschenkt habe und bis an meine Grenzen ging. Angefeuert und motiviert von einem Mann, der seine Zukunft mit mir verbringen wollte. Im Normalzustand hätte ich mich nicht darauf eingelassen.

Betrüger manipulieren ihre Opfer sehr geschickt

Leider wurde ich so geschickt manipuliert und unter Druck gesetzt, dass ich kaum noch selbst denken konnte. Vielmehr fühlte ich mich wie eine Marionette und war so ein williges Opfer der Täter.

Meine Zweifel wurden immer mit beruhigenden Gegenargumenten aus dem Weg ausgeräumt. Es ist unglaublich, dass Menschen so skrupellos sein können und ihre Opfer bis zum Ruin treiben. Eins habe ich daraus gelernt, mein Leben bewusster zu leben.

Recherchen haben ergeben, dass der Mann mit den gleichen Bildern unter weiteren fünf verschiedenen Namen im Internet sein Unwesen treibt oder getrieben hat. Zumindest wurde er als Scammer entlarvt, der kein US-Militärarzt ist. Nur leider habe ich es zu spät erfahren, denn die Betrugsmasche Scamming war mir nicht bekannt, schon gar nicht die Untergattung Romance Scamming.

Die Polizei konnte mir leider nicht helfen, etwas gegen die Täter zu unternehmen. Schade, dass ich nicht vorher die A Plus Detektei Hamburg kannte.

Vorsicht vor Betrügern – lesen Sie mehr über Heiratsschwindler

Unser Rat: Chirurgen in Afghanistan, Syrien oder dem Jemen, die angeblich bei der US Army dienen oder für die UN arbeiten, haben keine Zeit, um im Internet nach Frauenbekanntschaften zu suchen. Gibt sich jemand als Chirurg oder Orthopäde oder eine andere Fachrichtung als Arzt aus, ist er meist ein Betrüger. Die USA schicken keine Ärzte in die Welt hinaus, die dann keinen Zugriff auf Konten in den Vereinigten Staaten von Amerika haben und finanzielle Hilfe benötigen.

Auch andere Frauen sind schon Opfer von Liebesschwindlern geworden. Damit Sie kein Opfer dieser hinterhältigen Betrüger werden, lesen Sie in den nachstehenden Artikeln mehr über den Betrug, bei dem schon so manche Frau in die Fänge der Scammer geraten sind.

Ein Afrikaner hatte sich im Internet als US-Soldat ausgegeben, der in Afghanistan kämpfe, ausgegeben. Bei einem anderen Soldaten hat der bedauernswerte Sohn eines Galans einen verhängnisvollen Unfall.

Viele Storys über die Vorgehensweise der Afrikaner finden Sie in unserem kostenlosen E-Book über Heiratsschwindler. Jede Frau, die das Buch gelesen hat, schützt sich davor, ein Opfer dieser Betrugsmasche zu sein.

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